Harsche Kritik

Bushs schießen gegen Trump: Ein Angeber, der sein Ego füttert

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Bei George H. W. Bush (l.) und seinem Sohn George W. Bush ist Donald Trump nicht sehr beliebt (Archivfoto aus dem Jahr 2013).

Großer Beliebtheit erfreut sich US-Präsident Donald Trump bei vielen Amerikanern nicht. Auch im Hause Bush kommt der Nachfolger von Barack Obama nicht gut an.

Washington - Donald Trump kann im Hause Bush absolut keinen Blumentopf gewinnen - ganz im Gegenteil. Der frühere US-Präsident George H. W. Bush (1989 bis 1993) findet, dass der jetzige Amtsinhaber ein „Angeber“ ist, nur darauf bedacht, sein eigenes Ego zu füttern. Sein Sohn, Expräsident George W. Bush (2001 bis 2009), meint, dass „dieser Kerl nicht weiß, was es bedeutet, Präsident zu sein.“ Und beide Bushs befürchten, dass Trump die republikanische Partei „zersprengt“ habe.

Das haben der Senior und der Junior dem Autoren und Historiker Mark Updegrove gesagt, der ein Buch über die Beiden geschrieben hat. „The Last Republicans“ (übersetzt Die Letzten Republikaner) soll am 14. November auf den Markt kommen. Updegrove gab vorab Einblicke in seine Interviews, über die am Samstag der Sender CNN und die „New York Times“ berichteten.

Keine Bush-Stimme für Trump

Keiner der beiden Bushs hat demnach bei der Wahl für Trump gestimmt: Der Vater entschied sich für die Demokratin Hillary Clinton und der Sohn für „keinen der Genannten“. Bush Junior wirft Trump vor, öffentlichen Zorn anzufachen, aber das harscheste Urteil kommt von seinem Vater.

„Ich mag ihn nicht“, sagte er dem Autoren nach dessen Angaben im Mai 2016. „Ich weiß nicht viel über ihn, aber ich weiß, er ist ein Angeber.“ Daher sei er selber nicht zu begeistert, wenn er sich Trump als Führer des Landes vorstelle. Nicht der Dienst an der Öffentlichkeit motiviere Trump, sondern er sei anscheinend von einem „gewissen Ego“ angetrieben.

Eine Meldung in der Russland-Affäre hat Trump-Kritikern am Samstag neuen Vorschub gegeben.

dpa

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