Fahrlässige Milchmädchenrechnungen und purer Populismus

Eschweges SPD-Vorsitzender Alexander Feiertag. Foto: Archiv
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Eschweges SPD-Vorsitzender Alexander Feiertag. Foto: Archiv

Hier eine Pressemitteilung von Eschweges SPD-Chef Alexander FeiertagAntrag "Windeltonne" der CDU: Fahrlässige Milchmädchenrechnungen und p

Hier eine Pressemitteilung von Eschweges SPD-Chef Alexander Feiertag

Antrag "Windeltonne" der CDU: Fahrlässige Milchmädchenrechnungen und purer Populismus!

Eschwege. Den Antrag Schneiders, eine Windeltonne einzuführen, können wir nur als populistischen Versuch der CDU bezeichnen, ihr sozialfeindliches Image aufzupolieren. Dabei verkaufen sie die Mitbürgerinnen und Mitbürger wieder einmal für dumm.

Schneider behauptet, für knapp drei Euro im Monat – in dieser Höhe zahlte die Stadt im vergangenen Jahr den so genannten Windelbonus direkt an Eltern aus – könne man die Betroffenen mit einer neuen Tonne inklusiv aufwendigem Schloss ausstatten, die dafür nötigen Schlüssel verteilen und ggf. wieder einsammeln, jeden Monat mindestens ein mal diese Tonnen anfahren und leeren und darüber hinaus ca. 50 kg Windeln in Weidenhausen auf der Mülldeponie entsorgen.

Allein die Entsorgung von 50 kg Windeln kostet 13,90 Euro, und die fallen jeden Monat an. Abholung, Transport, Abschreibung für die Tonne sowie Auslieferung der Tonne sowie der Schlüssel kommen noch hinzu.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt 25.500 Euro an die ca. 730 entsprechend Berechtigten ausgezahlt. Rechnen wir Schneiders Modell durch, landen wir bei einem Betrag zwischen 170.000 und 250.000 Euro pro Jahr, den die Stadt Eschwege aufbringen müsste, um diese Tonne einzuführen.

Unter dem Strich muss man davon ausgehen: Die CDU stellt diesen populistischen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung nur, da sie sich sicher ist, dass SPD und Grüne ihn ablehnen werden. Wäre dies nicht so, dann müsste man der CDU fahrlässiges Verhalten unterstellen.

Der Nutzen, den die Windeltonne für die Betroffenen mit sich bringt, steht in keinem Verhältnis, zu dem, was die Tonne durch organisatorischen, logistischen und Entsorgungsaufwand an Kosten verursacht.

Nebenbei sei bemerkt, dass die rund 25.000 Euro, die im vergangenen Jahr für den Windelbonus im Haushalt standen, nicht aus dem Haushalt gestrichen wurden, sondern in die Finanzierung von Betreuungsplätzen für Kinder fließen. Nach unserer Überzeugung erzielt das Geld hier einen weitaus größeren Nutzen.

Hier geht's zur Pressemitteilung der CDU

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