Fünf Stimmen mehr als nötig

FDP noch nicht endgültig im Thüringer Landtag

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Muss noch abwarten: FDP-Chef Christian Lindner. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Zieht die FDP ins Thüringer Parlament ein oder nicht. Absolute Klarheit wird es erst am 7. November für die Liberalen geben.

Erfurt (dpa) - Die FDP ist noch nicht mit absoluter Sicherheit im neu gewählten Thüringer Landtag vertreten. Das stehe erst fest, wenn das endgültige Wahlergebnis vorliege, erklärte das Thüringer Landesamt für Statistik am Montag.

Dieses soll am 7. November verkündet werden. In Thüringen weiche das endgültige Ergebnis allerdings - wenn überhaupt - nur äußerst geringfügig vom vorläufigen ab, ergänzte das Büro des Landeswahlleiters.

Zwischen vorläufigem und endgültigem Ergebnis kann es zu Abweichungen kommen, wenn es etwa Fehler bei der Übermittlung von Daten gab. Außerdem können beim Auszählen Zweifelsfälle bei der Bewertung von Stimmzetteln aufgetaucht sein: Ist eine Stimme gültig oder nicht?

Für das endgültige Ergebnis vergleichen die Kreiswahlleiter die Zahlen der Schnellmeldungen aus der Wahlnacht mit den Niederschriften der Gemeindewahlleiter. In diesen weisen die Gemeindewahlleiter auch auf unklare Fälle bei Wahlzetteln hin. Der Kreiswahlleiter prüft diese dann für das endgültige Wahlergebnis noch einmal.

So können beispielsweise insgesamt mehr gültige Stimmen festgestellt werden. Dann müsste eine Partei dementsprechend auch mehr Stimmen erreichen, um auf den Anteil von fünf Prozent zu kommen.

Die FDP hatte - nach dem vorläufigen Ergebnis - bei der Landtagswahl am Sonntag die Fünf-Prozent-Hürde haarscharf übersprungen. Laut Landeswahlleitung lag sie genau fünf Stimmen darüber.

Wahlergebnisse knapp unter oder über fünf Prozent - damit kennt sich die FDP aus. So eng wie in Thüringen, wo die Partei laut vorläufigem Ergebnis der Landeswahlleitung fünf Stimmen darüber lag, war es allerdings bei Landtagswahlen bislang noch nie.

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