Zentralregierung soll einspringen

Flüchtlinge aus den USA: Kanadische Provinz fordert Hilfe ein

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Ein türkische Familie an der Grenze zwischen USA und Kanada

Winnipeg/Ottawa - Rund 4.000 Menschen sind seit Jahresanfang von den USA nach Kanada geflüchtet. Die Provinz Manitoba bittet nun die Regierung in Ottawa um Hilfe.

Die kanadische Provinz Manitoba hat sich an die Zentralregierung in Ottawa mit der Bitte um Hilfe beim Umgang mit Asylsuchenden aus den USA gewandt. Manitobas konservativer Regierungschef Brian Pallister sagte am Donnerstag, in den vergangenen Wochen hätten sich die Zahl der in der Provinz eingetroffenen Migranten und die dadurch entstandenen Kosten "mehr als verdoppelt". In dieser Situation müsse die Zentralregierung Manitoba mit zusätzlichen Ressourcen unterstützen. 

4.000 Asylbewerber aus den USA seit Jahresbeginn

Pallister äußerte sich vor einem für Freitag geplanten Treffen zwischen US-Heimatschutzminister John Kelly, seinem kanadischen Kollegen Ralph Goodale und dem Einwanderungsminister Ahmed Hussen. Aus Angst vor der strikten Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump sind nach Angaben kanadischer Behörden seit Jahresbeginn bis zum 21. Februar etwa 4.000 Asylbewerber aus den USA ins Nachbarland Kanada geflohen. Bereits im Februar häuften sich Berichte über Menschen, die trotz Schnee und Eis zu Fuß über die Grenze fliehen.

Asylsuchende aus den USA, die in Kanada an offiziellen Grenzübergängen, Bahnhöfen und Flughäfen ankommen, werden gemäß einer beiderseitigen Vereinbarung von den dortigen Behörden zurückgeschickt. Wer jedoch an anderer Stelle illegal über die Grenze gelangt, darf erst einmal bleiben und einen Asylantrag stellen. Manitoba teilt eine durchlässige Grenze mit den US-Bundesstaaten North Dakota und Minnesota.

AFP

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