Offenbar 25 Menschen an Bord

Flüchtlingsboot sinkt in der Ägäis - drei Tote

+
Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

Auf den griechischen Inseln verschlimmert sich die Situation für Migranten zusehends. In den Lagern leben doppelt so viele Menschen wie vorgesehen. Dennoch wagen viele weiterhin die riskante Überfahrt.

Athen - Bei einem Bootsunglück in der Ostägäis sind am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen. Die griechische Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex konnten 15 Menschen retten. Wie die griechische Wasserpolizei weiter mitteilte, wurde eine Frau tot geborgen. Zwei weitere Tote seien in türkischen Gewässern entdeckt worden.

Überlebende des Unglücks berichteten, dass insgesamt 25 Menschen an Bord des Holzbootes gewesen seien. Der Kahn war in der Nähe des kleinen Eilands Kalolimnos gesunken. Dieses liegt wiederum nur wenige Kilometer von der türkischen Halbinsel Bodrum entfernt. Vier Schiffe der griechischen Küstenwache, ein Schiff der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex und ein Rettungshubschrauber sind seither im Einsatz.

Auch andernorts kam es in der Nacht zum Freitag zu Rettungseinsätzen. Nach Angaben der griechischen Küstenwache retteten die Helfer 67 Flüchtlinge und Migranten vor der Insel Lesbos sowie bei zwei weiteren Einsätzen insgesamt 127 Menschen nahe der Insel Chios.

Nach Angaben internationaler Hilfsorganisation verschlimmert sich die Flüchtlingssituation auf den griechischen Inseln derzeit zusehends. Nach offiziellen Angaben des griechischen Migrationsministeriums halten sich derzeit auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos knapp 14.500 Migranten und Flüchtlinge auf. Das sei in etwa doppelt so viel wie die Lager Kapazität hätten, hieß es seitens der Hilfsorganisationen.

Die humanitären Helfer befürchten vor allem, dass bei einem Wintereinbruch nicht ausreichend für die Menschen gesorgt werden könne. Der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas versprach, die Menschen würden dann in Hotelzimmern unterkommen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Neues Brexit-Chaos: Fünf Minister sollen May erpressen

Die britische Premierministerin setzt sich mit ihren Brexit-Plänen im eigenen Kabinett durch. Doch nicht nur im Parlament steht Theresa May noch ein schwerer Kampf …
Neues Brexit-Chaos: Fünf Minister sollen May erpressen

„Abscheu und Empörung“: ARD-„Tagesthemen“-Kommentatorin rechnet mit Mays Brexit-Kurs ab

Welchen Kurs wird Premierministern Theresa May in Zukunft im Brexit fahren? Wenn es nach einer „Tagesthemen“-Kommentatorin geht, darf es auf jeden Fall nicht so weiter …
„Abscheu und Empörung“: ARD-„Tagesthemen“-Kommentatorin rechnet mit Mays Brexit-Kurs ab

Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen

London (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May muss mit neuem Ärger wegen des Brexit-Abkommens rechnen. Wie unter anderen die "Times" unter Berufung auf …
Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen

"Lex Amazon": Grünen-Chefin will Einigung auf Digitalsteuer

Eine Digitalsteuer für US-Konzerne wie Amazon in Europa ist ein Wunschprojekt Frankreichs - aber die Bundesregierung fürchtet den Zorn Donald Trumps, etwa gegen deutsche …
"Lex Amazon": Grünen-Chefin will Einigung auf Digitalsteuer

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.