„Globales Recht auf Migration"

Flüchtlingspolitik: Juso-Chefin Uekermann geht auf Distanz zu SPD

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An der Flüchtlingspolitik ihrer Partei hat Juso-Chefin Johanna Uekermann einiges auszusetzen. 

Berlin - Die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann hat sich in mehreren Punkten vom flüchtlings- und integrationspolitischen Kurs ihrer Partei (SPD) abgegrenzt.

Sie sei gegen generelle Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber, sagte die Chefin der SPD-Nachwuchsorganisation der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). "Mir wäre es lieber, wenn alle bleiben könnten." 

Die Jusos seien für "ein globales Recht auf Migration", betonte Uekermann. Sie lehnten auch die Abschiebungen gut integrierter junger Menschen ab, die in Deutschland "eine Berufsausbildung machen, oder solche, die hier schon sieben, acht Jahre in die Schule gegangen sind". Außerdem wandte sich Uekermann gegen das Konzept sogenannter sicherer Herkunftsländer. In jedem Einzelfall müsse das Asylrecht individuell geprüft werden. 

Vorwurf: Einwanderungsgesetz benachteiligt Frauen 

Auf Distanz ging Uekermann darüber hinaus zu dem Entwurf eines von der SPD vorgelegten Einwanderungsgesetzes. "Wir wollen keine Selektion nach rein wirtschaftlichen Faktoren, wie es der aktuelle Entwurf vorsieht." Das benachteilige gerade Frauen massiv, weil sie in ihren Herkunftsländern seltener Zugang zu Bildung hätten. In der Folge seien sie dann für Deutschland wirtschaftlich "nicht interessant", erläuterte die Jusos-Vorsitzende.

afp

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