325 Millionen Dollar

Fonds sammelt Millionen für Frauen in Entwicklungsländern

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Tochter von US-Präsident Trump, Ivanka Trump (l-r), die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde und die Kanadische Außenministerin Chrystia Freeland   beim G20-Gipfel in Hamburg. Foto: Patrik Stollarz

G20 steht häufig wegen fehlender Ergebnisse in der Kritik. Weltbank und Politik halten dagegen. An Frauen in Entwicklungsländern fließen Millionen.

Hamburg (dpa) - Der erst vor kurzem gestartete Weltbank-Fonds zur Stärkung von Unternehmerinnen in Entwicklungsländern hat weitere Geldzusagen erhalten. Bisher sei ein Betrag von 325 Millionen Dollar eingesammelt worden, wie Weltbank-Präsident Jim Yong Kim am Rande des G20-Gipfels im Hamburg mitteilte.

Das sind umgerechnet 285 Millionen Euro. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, die Initiative stelle einen "wirklichen Mehrwert" dar. "Wir können daran sehen, dass G20 nicht nur ein Gipfel an zwei Tagen ist, sondern G20 ein Prozess ist", sagte Merkel. "Wenn alles so schnell geht bei der Weltbank wie die Schaffung eines solchen Fonds, dann haben wir noch mehr Effizienz im internationalen Gefüge", sagte Merkel.

Laut Kim beteiligen sich bisher unter anderem Großbritannien, Australien, China, Kanada, Südkorea und die Niederlande mit großzügigen Beiträgen. Auch Deutschland hat finanzielle Hilfe zugesagt. Die USA tragen nach Darstellung von Präsident Donald Trump rund 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) bei.

Seine Tochter Ivanka Trump hatte die Gründung des Fonds maßgeblich unterstützt. Er soll Frauen in Entwicklungsländern helfen, die Kleinkredite für Unternehmensgründungen bekommen und damit einen Ausweg aus der Armut finden sollen.

Der Weltbank-Präsident hofft, dass der Frauenförderfonds mit weiteren Geldzusagen auf ein Budget von einer Milliarde Dollar kommt. Zusammen mit anderen G20-Ländern könnte der Betrag steigen. Ivanka Trump hatte den Fonds Ende April im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde vorgestellt.

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