Bundesregierung lehnt offenbar ab

Frankfurt wird wohl nicht Standort der EU-Bankenaufsicht

Berlin - Laut Spiegel kommt Frankfurt am Main nicht als neuer Standort für die Europäische Bankenaufsicht in Frage. Die Behörde muss wegen des Brexit-Votums London wohl verlassen.

Die Bundesregierung will laut Spiegel nicht für Frankfurt am Main als möglichen neuen Standort für die Europäische Bankenaufsicht (EBA) werben. Der Umzug der Behörde, die wegen des Brexit-Votums wohl London verlassen muss, nach Deutschland habe keine Chancen, zitierte das Magazin am Freitag vorab aus dem Finanzministerium. In Frankfurt sitzt bereits die für die Versicherungssparte zuständige Finanzaufsicht.

Nach europäischen Gepflogenheiten könnten keine Orte zum Zuge kommen, die bereits bedacht wurden, schrieb der Spiegel. Auch Italien, das Ansprüche angemeldet hatte, dürfe sich keine Hoffnung machen, da ein Italiener Chef der Bankenaufsicht ist, heiße es im Finanzministerium. In Berlin wird dem Bericht zufolge damit gerechnet, dass sich Spanien um die Bankenaufsicht bewerben wird - obwohl eine Nähe zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt sinnvoller wäre.

Spielt London auf Zeit? - EU verlangt rasche Austrittsverhandlungen

Zu spät: Protest gegen den EU-Austritt in London. Foto: Facundo Arrizabalaga
Zu spät: Protest gegen den EU-Austritt in London. Foto: Facundo Arrizabalaga © Facundo Arrizabalaga
Ein zweites Mal? Nach dem Brexit-Schock sind schon eine Million Briten für ein neues Referendum. Foto: Hannah McKay
Ein zweites Mal? Nach dem Brexit-Schock sind schon eine Million Briten für ein neues Referendum. Foto: Hannah McKay © Hannah Mckay
Stimmzettel: Beim Referendum entscheidet sich, ob Großbritannien die EU verlässt. Foto: Andy Rain
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Diese Schotten sagten im September 2014 "Yes" - sie waren für eine Loslösung von England. Ein zweiter Versuch gilt jetzt als nicht unwahrscheinlich. Foto: Str/Archiv
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Wechselkurse in London: Der Brexit dürfte für Großbritannien ausgesprochen teuer werden. Foto: Michael Kappeler
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Protest in London gegen den Brexit-Befürworter Boris Johnson: Nun wollen nach Schottland auch die Bewohner der Hauptstadt unabhängig von Großbritannien werden. Foto: Facundo Arrizabalaga
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Abgang: David Cameron und seine Frau Samantha nach der Rede, in der er seinen Rücktritt ankündigte. Foto: Michael Kappeler
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Der britische Rechtspopulist Nigel Farage im Brexit-Wahlkampf: Jetzt distanziert er sich von einem zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne. Foto: Facundo Arrizabalaga/Archiv
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage im Brexit-Wahlkampf: Jetzt distanziert er sich von einem zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne. Foto: Facundo Arrizabalaga/Archiv © Facundo Arrizabalaga
"Es gibt keinen Grund zur Hast", sagt der glühende Austritts-Befürworter und mögliche Cameron-Nachfolger Boris Johnson. Foto: Andy Rain
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"Without a doubt I'm voting out" (Ohne Zweifel stimme ich für Austritt) - die Entscheidung für oder gegen einen Brexit ist knapp ausgefallen. Foto: Michael Kappeler
"Without a doubt I'm voting out" (Ohne Zweifel stimme ich für Austritt) - die Entscheidung für oder gegen einen Brexit ist knapp ausgefallen. Foto: Michael Kappeler © Michael Kappeler
Jubelnde Brexit-Befürworter auf einer Wahlparty in London. Foto: Michael Kappeler
Jubelnde Brexit-Befürworter auf einer Wahlparty in London. Foto: Michael Kappeler © Michael Kappeler

Der bayerische Finanzminister Markus Söder will den Standort Bayern derweil stärken. In diesem Zug will er die Europäische Bankenaufsicht gerne künftig in München sehen.

Brexit: Verlierer auf beiden Seiten des Ärmelkanals

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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