Macron offiziell ins Amt eingeführt

Macron will Franzosen Selbstvertrauen und Lust auf die Zukunft wiedergeben

+
Frankreichs neuer Präsident Macron (li.) wurde am Sonntag offiziell ins Amt eingeführt.

Paris  - Als jüngster französischer Präsident aller Zeiten hat Emmanuel Macron sein Amt im Élyséepalast angetreten.

Update vom 15. Mai 2017: Bereits am Montag ist Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron im Ausland unterwegs. Der 39-Jährige reist nach Berlin, um Kanzlerin Angela Merkel zu treffen. Merkur.de berichtet im News-Ticker.

Eine Woche nach seinem Wahlsieg übernahm der 39-Jährige am Sonntag mit einer feierlichen Zeremonie die Aufgaben des Staatschefs. 

Der sozialliberale Politiker löste den Sozialisten François Hollande ab

, der wegen miserabler Umfragewerte bei der Wahl nicht wieder angetreten war. Nach der Amtseinführung sollte Macron über die Prachtstraße Champs-Élysées zum Grab des Unbekannten Soldaten am Pariser Triumphbogen fahren.

Emmanuel Macron steht neben seiner Frauz Brigitte Trogneux.

Mit einer Botschaft von Optimismus und Zuversicht hat sich der neue französische Präsident Emmanuel Macron an seine Landsleute gewandt. Er wolle den Franzosen "Selbstvertrauen" und die "Lust auf die Zukunft" wiedergeben, sagte der 39-Jährige am Sonntag bei seiner Antrittsrede im Pariser Elysée-Palast. Die Franzosen hätten sich für die "Hoffnung und den Geist der Eroberung" entschieden. Er wolle die "Spaltungen" in der französischen Gesellschaft überwinden und die Franzosen "schützen", versprach der neue Präsident. Zugleich sprach sich Macron für eine Neuausrichtung Europas aus: Die Europäische Union müsse "wirksamer" und "demokratischer" werden, sagte der Pro-Europäer. Der frühere Wirtschaftsminister hatte zuvor vom Sozialisten François Hollande das Präsidentenamt übernommen.

Eine Woche nach seinem Wahlsieg übernahm der 39-Jährige am Sonntag mit einer feierlichen Zeremonie die Aufgaben des Staatschefs.

Macron hatte sich in der Stichwahl um das Präsidentenamt klar gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen durchgesetzt. Die Kandidaten der traditionellen Regierungsparteien, Sozialisten und Konservative, waren bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Frankreichs Botschafter in Deutschland zu Macrons diplomatischem Berater ernannt

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat den derzeitigen Botschafter seines Landes in Berlin zu seinem diplomatischen Berater ernannt. Das wurde am Sonntag aus Macrons Entourage bekannt. 

Der 61-jährige Philippe Etienne, wie Macron Absolvent der Elitekaderschmiede ENA, war vor seinem Deutschland-Posten zwischen 2009 und 2014 ständiger Vertreter Frankreichs bei der Europäischen Union in Brüssel. Die Personalentscheidung zeigt die Bedeutung, die Macron den französisch-deutschen Beziehungen beimisst. 

Der 61-jährige Philippe Etienne.

Am Montag wird der 39-jährige Staatschef zu seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Etienne war unter anderem Vizedirektor im Kabinett von Hervé de Charette, Außenminister unter Alain Juppé (1995 bis 1997) und Kabinettsdirektor von Bernard Kouchner, Außenminister unter Nicolas Sarkozy von 2007 bis 2010. Generaldirektor im Elysée-Palast wird der 44-jährige Alexis Kohler, der Macron in dessen Zeit als Wirtschaftsminister (2014 bis 2016) unter Präsident François Hollande als Kabinettsdirektor diente. Davor war Kohler stellvertretender Direktor des Kabinetts von Finanzminister Pierre Moscovici.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Erste Gespräche in Niedersachsen: SPD-Ministerpräsident Weil will sich zuerst mit Grünen treffen

Die SPD ist der Wahlsieger in Niedersachsen. Wie geht es jetzt weiter? Die FDP schließt eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen aus. Alle Infos im Live-Ticker.
Erste Gespräche in Niedersachsen: SPD-Ministerpräsident Weil will sich zuerst mit Grünen treffen

Ticker zur Österreich-Wahl: FPÖ-Chef Strache fordert Innenministerium

Nach der Wahl 2017 in Österreich liegt der 31-jährige Sebastian Kurz (ÖVP) klar vorn. Reaktionen, News und das Ergebnis im Live-Ticker zur Nationalratswahl.
Ticker zur Österreich-Wahl: FPÖ-Chef Strache fordert Innenministerium

Kohl-Trauerfeier kostete Speyer 57.000 Euro – so viel übernimmt der Bund

Die Trauerfeier für Altkanzler Helmut Kohl hat die Stadt Speyer 57.000 Euro gekostet. Lesen Sie, wie diese Summe zustande gekommen ist und welche Summe der Bund …
Kohl-Trauerfeier kostete Speyer 57.000 Euro – so viel übernimmt der Bund

FDP und Grüne sondieren für Jamaika

CSU und Grüne in einer Regierung? Schwierig. Das Verhältnis von FDP und Grünen ist es nicht weniger. Letztere treffen an diesem Donnerstag aufeinander. Doch sie alle …
FDP und Grüne sondieren für Jamaika

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.