Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Präsidentenwahl: Europa schaut auf Frankreich

Die Wahl findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Foto: Kay Nietfeld
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Die Wahl findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Foto: Kay Nietfeld
Wahlplakate mit den Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Foto: Kay Nietfeld
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Wahlplakate mit den Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Foto: Kay Nietfeld
Wen wird er wählen? Ein Mann nimmt in einem Wahllokal der französischen Hauptstadt einen Stimmzettel in die Hand. Foto: Emilio Morenatti
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Wen wird er wählen? Ein Mann nimmt in einem Wahllokal der französischen Hauptstadt einen Stimmzettel in die Hand. Foto: Emilio Morenatti
Die Spitzenkandidatin der Front National, Marine Le Pen, gibt in Henin-Beaumont ihren Wahlschein ab. Foto: Kay Nietfeld
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Die Spitzenkandidatin der Front National, Marine Le Pen, gibt in Henin-Beaumont ihren Wahlschein ab. Foto: Kay Nietfeld
Nach den Terroranschlägen der vergangenen Jahre findet die Wahl erstmals unter den Bedingungen des Ausnahmezustands statt. Foto: Kay Nietfeld
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Nach den Terroranschlägen der vergangenen Jahre findet die Wahl erstmals unter den Bedingungen des Ausnahmezustands statt. Foto: Kay Nietfeld

An dieser Wahl ist nichts Routine. Der Kandidat der Regierungspartei? Chancenlos. Die Sicherheitslage? Angespannt. Der Ausgang? Völlig offen. Die heutige Präsidentschaftswahl könnte Folgen für den ganzen Kontinent haben.

Update vom 23. April 2017: In unserem Live-Ticker zur Wahl in Frankreich halten wir Sie stets auf dem Laufenden.

Paris (dpa) - In einer Schicksalswahl für Europa stimmen die Franzosen über ihren neuen Präsidenten ab. Gleich vier Kandidaten haben gute Chancen, sich heute für die entscheidende Stichwahl der beiden Finalisten zu qualifizieren.

Dazu zählen die EU-Gegnerin Marine Le Pen und der linke Europakritiker Jean-Luc Mélenchon. Insgesamt treten in der ersten Runde elf Kandidaten an.

Die Wahllokale öffneten um 8.00 Uhr. Mit ersten offiziellen Ergebnissen wird frühestens um 20 Uhr gerechnet. Insgesamt 47 Millionen Franzosen sind stimmberechtigt.

Nach den Terroranschlägen der vergangenen Jahre wählt Frankreich erstmals unter den Bedingungen des Ausnahmezustands. Mehr als 50.000 Polizisten und 7000 Soldaten schützen den ersten Wahlgang. Der Anschlag vom Donnerstagabend auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées hat die Nervosität weiter erhöht.

Le Pen will ihr Land bei einem Sieg in der Stichwahl am 7. Mai aus dem Euro führen und ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft ansetzen. Mélenchon möchte die europäischen Verträge neu verhandeln und über das Resultat in einer Volksbefragung abstimmen lassen, zudem will er das Verteidigungsbündnis Nato verlassen.

Der sozialliberale Emmanuel Macron und der Konservative François Fillon stehen zur EU und wollen Frankreich reformieren. Umfragen ließen ein ungewöhnlich knappes Rennen erwarten. Macron lag zuletzt leicht vor oder auf Augenhöhe mit Le Pen, Fillon und Mélenchon nur wenige Prozentpunkte dahinter.

Die Sozialistische Partei des unbeliebten Amtsinhabers François Hollande wird den Elysée wohl nicht verteidigen: Ihr Kandidat Benoît Hamon ist in den Umfragen weit abgeschlagen.

Innerhalb Frankreichs gilt bis 20 Uhr eine Nachrichtensperre für Wahlbefragungen oder erste Auszählungen - so lange kann an manchen Orten gewählt werden. Allerdings könnten schon vorher erste Zahlen durchsickern: Medien in der Schweiz und in Belgien hatten beim letzten Mal schon am späten Nachmittag erste Trends verkündet. In manchen französischen Überseegebieten wurde wegen der Zeitverschiebung schon am Samstag gewählt.

Am Wochenende waren Kundgebungen und Medienauftritte der Kandidaten verboten. Schon nach der Pariser Terrorattacke vom Donnerstagabend hatten mehrere Präsidentschaftsanwärter letzte Termine abgesagt. Ein 39-Jähriger hatte mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr auf Polizisten geschossen und einen von ihnen getötet. Zwei weitere Beamte und eine deutsche Passantin wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Bluttat für sich.

Die Attacke hatte die Sicherheitspolitik zum Abschluss des Wahlkampfs in den Mittelpunkt gerückt. Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge.

Wahlprogramm von François Fillon, Frz.

Wahlprogramm von Emmanuel Macron, Frz.

Wahlprogramm von Jean-Luc Mélenchon, Frz.

Wahlprogramm von Marine Le Pen, Frz.

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