Frauenpower: Heike Meyer will für die CDU in den Bundestag

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Heike Meyer will die Maennerdomaene brechen und fuer die heimische CDU ums Direktmandat fuer den Bundestag antreten. Foto: Winter

Werra-Meißner. Sie ist die einzige Frau unter den heimischen Bewerbern für den Bundestag. Heike Meyer aus Bad Sooden-Allendorf will für die CDU nac

Werra-Meißner. Sie ist die einzige Frau unter den heimischen Bewerbern für den Bundestag. Heike Meyer aus Bad Sooden-Allendorf will für die CDU nach Berlin.

"Ich rechne mir Chancen aus. Zu sagen, ich bin mir sicher, wäre allerdings vermessen", so die 50-Jährige.

Denn bevor sie gegen Michael Roth von der SPD und Manfred Lister von der FDP um das Direktmandat für Berlin in den Wahlkampf ziehen kann, muss sie sich erst gegen Michael Stein und Helmut Heiderich aus dem eigenen Lager bei dem Parteitag am 19. November durchsetzen.

Für die seit vielen Jahren politisch engagierte Meyer, unter anderem stand sie sieben Jahre dem CDU-Stadtverband Bad Sooden-Allendorf vor und ist seit mehr als zehn Jahren als Beisitzerin im Kreisvorstand aktiv, sei jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Kandidatur. "Wir brauchen frisches Blut und neue Ideen für die beiden Kreise", sagt sie.

Die Förderung des Mittelstandes und die Ansiedlung neuer Unternehmen liegen ihr dabei besonders am Herzen. Auch möchte sie den Solidaritätsbeitrag nicht länger als reine Ostförderung beibehalten, sondern ihn zu einer Förderung für konjunkturschwache Regionen umfunktionieren.

"Wichtig ist mir auch, für eine Erhöhung der Kilometerpauschale für Arbeitnehmer zu kämpfen. Denn besonders die Menschen in unserer ländlichen Region sind von den ständig steigenden Benzinpreisen stark betroffen. Die Fahrten zur Arbeit nach Kassel, Bad Hersfeld oder Fulda strapazieren den Geldbeutel extrem", so Meyer.

Die seit 23 Jahren verheiratete Meyer ist beruflich in Witzenhausen als Verkaufsleiterin der Firma Plastoreg tätig. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Vorstand des DRK in der Badestadt und als stellvertretende Vorsitzende "Märchenhaftes BSA", dem Veranstalter der Märchenwoche.

Die politische Konkurrenz um Heiderich und Stein fürchte sie nicht. "Ich habe schon sehr früh in meinem Leben gelernt, wenn man will, dass was getan wird, muss man es selber tun", sagt Heike Meyer.

Sie, die schon im Kindesalter beide Eltern verlor, habe früh gelernt auf eigenen Beinen zu stehen. "Seit 35 Jahren bin ich berufstätig. Ich bin eine Kämpferin und stehe meine Frau", sagt Meyer.

Das will sie auch am 19. November beweisen, wenn es gilt, sich gegen die männliche Konkurrenz im eigenen Lager durchzusetzen.

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