Gegen den Kohleabbau

„Fridays For Future“ protestiert am Tagebau in NRW - Polizei setzt Pfefferspray ein

Aktivisten blockieren Gleise in der Nähe des Kraftwerks Neurath.
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Aktivisten blockieren Gleise in der Nähe des Kraftwerks Neurath.

Die Klimaaktivisten von „Fridays For Future“ demonstrieren diesmal auch am Wochenende - ein Protestmarsch findet am Tagebau in NRW statt.

Update 24. Juni, 15.06 Uhr: Viele junge Menschen versammelten sich in Nordrhein-Westfalen, um gegen den Tagebau zu protestieren. Dabei zertrampelten sie Felder, was einem Bauer sauer aufstieß.

Update 14.08 Uhr: Rund 8000 Klimaschützer haben am Samstag nach Angaben der Organisatoren im rheinischen Braunkohlerevier für einen schnellen Kohleausstieg demonstriert. Sie kamen am frühen Nachmittag zu einer Kundgebung in dem Ort Keyenberg zusammen, der dem Tagebau Garzweiler weichen soll. Die Demonstranten bildeten ein gelbes Band vor Keyenberg, "um sich so schützend vor den Ort zu legen", wie eine Sprecherin des Bündnisses sagte. Mehr als tausend Klimaschützer drangen zudem nach Angaben der Organisation Ende Gelände in den Tagebau Garzweiler vor und brachten die Bagger zum Stillstand. Dazu kamen hunderte Aktivisten, die Bahnstrecken für den Kohletransport blockierten.

Zu dem Aktionstag unter dem Motto "Kohle stoppen - Klima und Dörfer retten" hatte ein Bündnis aus umwelt- und zivilgesellschaftlichen Gruppen aufgerufen. Zu den Teilnehmern der Kundgebung gehörten auch Anhänger der Schülerbewegung Fridays for Future. An einer internationalen Großdemonstration von FFF in Aachen hatten am Freitag nach Angaben der Organisatoren 40.000 junge Menschen teilgenommen.

Eine Sprecherin der Polizei Aachen sagte AFP, die Proteste seien weitgehend friedlich verlaufen - es habe aber Ausnahmen gegeben. Eine größere Gruppe von Klimaschützern sei am frühen Nachmittag auf das Gelände des Tagebaus eingedrungen. Die Polizei habe Pfefferspray eingesetzt. Sie versuche nun, die Demonstranten von den Großgeräten auf dem Gelände fernzuhalten. Im Vorfeld hatte die Polizei gewarnt, es sei gefährlich, das Gelände zu betreten.

News vom 22. Juni, 11.28 Uhr: Erkelenz/Jüchen - Nicht nur Freitag ist Demotag: Die ersten Teilnehmer einer neuen „Fridays-For-Future“-Kundgebung am Rheinischen Tagebau Garzweiler sind am Samstag in Hochneukirch angekommen. Die jungen Leute wollen bei einem Protestmarsch am Tagebau zum Dorf Keyenberg laufen und dabei für mehr Klimaschutz demonstrieren. „Auf geht's, auf geht's - Ende Gelände“ skandierten sie bei ihrer Ankunft am Samstagmorgen. Die jungen Leute kamen aus Aachen, wo sie am ersten internationalen Streiktag der Protestbewegung teilgenommen hatten. Zu der Demonstration sind laut Polizei 2500 Teilnehmer angemeldet.

Kundgebung mit 3000 Teilnehmern angekündigt

Auch die Aktivisten des Bündnisses „Ende Gelände“ machten sich am Samstagmorgen aus verschiedenen Richtungen auf den Weg ins Rheinische Revier. Für 13.00 Uhr ist unter dem Titel „Alle Dörfer bleiben! Aktionstag Kohle stoppen“ eine Kundgebung zwischen dem Tagebau Garzweiler und dem Umsiedlungsdorf Keyenberg angekündigt. Angemeldet sind laut Polizei 3000 Teilnehmer. Hier wollen auch die „Fridays For Future“-Demonstranten dazustoßen.

„Ende Gelände“ hat unterdessen weitere Blockaden angekündigt. Seit Freitagabend blockieren rund 800 Aktivisten des Bündnisses „Ende Gelände“ bereits eine Bahnstrecke, über die eigentlich Kohle zum RWE-Kraftwerk Neurath gebracht wird.

Die Polizei war am Samstag mit einem Großaufgebot im Rheinischen Revier im Einsatz. Auch Räumpanzer und ein Wasserwerfer wurden vorsorglich am Rande des Tagebaus Garzweiler in Stellung gebracht.

dpa

Es ist eine Aufnahme, die besonders Klimaschützern unter die Haut geht. Ein Klimaforscher veröffentlichte nun ein Foto aus Grönland. Auf dem Bild zu sehen: die extreme Eis-Schmelze.

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