Auftakt am Karfreitag

Friedensbewegung plant mehr als 70 Aktionen zu Ostern

+
Seit Jahrzehnten wird während des Osterfestes für Frieden und Abrüstung demonstriert Foto: Boris Roessler/Archiv

Der Krieg in Syrien, Aufrüstung und viele blutige Konflikte in der Welt: Für die Friedensbewegung gibt viele Gründe, an Ostern auf die Straße zu gehen. Aktionen gibt es fast überall.

Frankfurt/Bonn (dpa) - Die Friedensbewegung plant an Ostern Aktionen in mehr als 70 deutschen Städten. Die Veranstalter rechnen wieder mit einigen Zehntausend Teilnehmern. Schwerpunkte sind Großstädte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und Stuttgart, aber auch das Ruhrgebiet.

Auf dem Programm stehen von Karfreitag bis Ostermontag Demonstrationen, Kundgebungen, Radtouren, Wanderungen, Mahnwachen, Friedensfeste und -gebete.

"Die Fluchtursache Krieg zu bekämpfen, ist die zentrale Forderung in den Aufrufen", teilte das Ostermarschbüro in Frankfurt mit. "Die Notwendigkeit von Abrüstung und für zivile Lösungen internationaler Konflikte - besonders jetzt in Syrien wird hervorgehoben."

"Es sind etwas mehr Veranstaltungen als im vergangenen Jahr, aber in der normalen Schwankungsbreite", sagt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. Entscheidend sei nicht die genaue Teilnehmerzahl an einzelnen Aktionen, sondern die Qualität der Veranstaltungen auch mit ihrer langen Geschichte. Trotz der drängenden aktuellen Fragen könnten aber auch viele Menschen zu Hause bleiben, fürchtet Golla. "Es ist Urlaubszeit und das Wetter voraussichtlich schlecht."

Auftakt ist an Karfreitag in etwa zehn Städten, darunter Chemnitz: "Aufrüstung stoppen! Rüstungsausgaben senken!" lautet das Motto des Ostermarschs. Beim bundesländerübergreifenden Ostermarsch Mainz-Wiesbaden geht es am Karsamstag um "eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt." In München heißt es am selben Tag "Abrüsten für eine gerechte Zukunft", in Stuttgart "Verantwortung für den Frieden, nicht für Krieg" und in Berlin schlicht: "Abrüsten".

Friedens-Radeln gibt es ebenfalls am Samstag in Osnabrück-Bramsche. "Krieg ist nie Lösung" lautet das Motto einer Demonstration in Wedel (Schleswig-Holstein). Im baden-württembergischen Ellwangen fordern die Ostermarschierer "Frieden braucht Mut!", in Münster verlangen sie "Die Waffen nieder!"

Eine dreitägige Tour durch das Ruhrgebiet beginnt am Ostersonntag in Essen unter dem Slogan "Nein zu Krieg und Terror!" auf Fahrrädern. Geplant sind am Sonntag auch Ostermärsche in Bonn und Frankfurt/Oder.

In Hamburg fordern Friedensaktivisten am Ostermontag "Den Kriegen zum Trotz: Frieden jetzt!". Zur Kundgebung wird verdi-Landeschef Olaf Harms als Redner erwartet. In Frankfurt sprechen unter anderem der französische Friedensaktivist Daniel Cirera, die frühere hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti und Cassidy Fendlay, eine der Organisatorinnen des Women's March in Washington. Auf Rügen machen sich die Ostermarschierer "für Dialog statt Gewalt" stark.

Ostermärsche - Terminkalender

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Viele Internet-Nutzer offenbar verwirrt: Wo ist eigentlich Putins Frau?

Erst beim WM-Finale, dann mit Trump in Helsinki: Wladimir Putin steht im Fokus des Interesses. So einige Menschen stellen sich da offenbar eine schwierige Frage - wo ist …
Viele Internet-Nutzer offenbar verwirrt: Wo ist eigentlich Putins Frau?

Trump und Putin: Treffen der politischen Schwergewichte

Der Showdown beginnt. US-Präsident Trump und Kremlchef Putin schütteln in Helsinki demonstrativ kräftig die Hände. Die beiden verstehen sich sichtlich, die Beziehung …
Trump und Putin: Treffen der politischen Schwergewichte

"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört Europäer - Geheim-Gespräch mit Putin beginnt hoffnungsvoll

Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich am Montag zum mit großer Spannung erwarteten Gipfel in Helsinki. Wir berichten im News-Ticker.
"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört Europäer - Geheim-Gespräch mit Putin beginnt hoffnungsvoll

Deutschland nimmt Kontakt mit Tunesien wegen Sami A. auf

Im Streit über die Abschiebung des Gefährders Sami A. nach Tunesien steht eine gerichtliche Klärung an. NRW und Bochum haben Beschwerde gegen den Rückholbeschluss …
Deutschland nimmt Kontakt mit Tunesien wegen Sami A. auf

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.