In der Talkshow

Friedrich Merz reagiert energisch auf bestimmte Maischberger-Frage: „Hören Sie auf!“

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Friedrich Merz war zu Gast bei Sandra Maischberger.

Friedrich Merz war zu Gast in der Talksendung von Sandra Maischberger. Die Moderatorin konnte ihn zu einem bestimmten Thema aber nicht aus der Reserve locken.

München - Im vergangenen Jahr ist Friedrich Merz (CDU) wieder auf die Bühne der großen Politik zurückgekommen. Nachdem Merz einige Jahre in der Wirtschaft im Aufsichtsrat von Blackrock tätig war, kandigierte er im letzten Jahr neben Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn um den Posten des CDU-Vorsitzenden. Gegen Kramp-Karrenbauer hatte er das Nachsehen - geschlagen gibt er sich jetzt aber nicht.

Merz ist ein Kritiker der aktuellen Bundesregierung. Er vertritt die Meinung: Die Große Koalition wird den Jahreswechsel nicht überstehen. Dann könnte seine Zeit gekommen sein, um von der zweiten Reihe nach vorne zu treten. Schließlich wird er von vielen als möglicher Kanzlerkandidat der Union gehandelt. Dazu nahm Merz am Mittwochabend in der Talkrunde von Sandra Maischberger Stellung.

Friedrich Merz: Sandra Maischberger lässt nicht locker

Zum jetzigen Zeitpunkt wollte er sich allerdings noch nicht in die Position des Kanzlerkandidaten begeben. Die Diskussion um den nächsten Kanzlerkandidaten beginne erst in dem Moment, in dem die aktuelle Bundesregierung den Weg für Neuwahlen freimache, sagte er in der Sendung.

Moderatorin Sandra Maischberger hakte nach. Sie wollte sich mit der Antwort nicht zufriedengeben. Denn zwischen einer möglichen Ankündigung von Neuwahlen und dem Wahltag bleibt für die Parteien nicht viel Zeit, um einen  Kanzlerkandidaten zu bestimmen. Doch Merz wiegelte erneut ab. „Das sind alles Diskussionen, die von außen auf die CDU treffen, aber die die CDU selber nicht führt.“

Friedrich Merz beliebter als Kramp-Karrenbauer und Laschet

Ganz abwegig scheint es indessen nicht zu sein, dassMerz der Nachfolger von Angela Merkel werden könnte. Maischberger wollte wissen, was denn passiere, wenn AKK als Parteivorsitzende Merz fragen würde, ob er als Kanzlerkandidat ins Rennen gehen möchte. Merz antwortete: „Dann denke ich darüber nach.“ Doch bislang könnten noch keine Gespräche dieser Art stattgefunden haben. 

Maischberger präsentierte Merz die Ergebnisse einer Umfrage. Dabei war zu sehen, dass Merz in der Gunst der Deutschen der wohl beliebteste Kanzlerkandidat der Union wäre. Er erhielt mehr Zustimmung als Kramp-Karrenbauer oder Armin Laschet (Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen). Auch damit konnte sie Merz nicht aus seiner defensiven Position herauslocken. „Wenn es so weit ist, fange ich an, darüber nachzudenken. Frau Maischberger, es hat keinen Sinn. Hören Sie auf“, fügte Merz lachend hinzu und wollte das Thema beenden. Mittlerweile zeichnet jedoch eine ZDF-Umfrage ein klares Bild: Nur 25% aller Deutschen möchte AKK als neue Kanzlerin.

Friedrich Merz: SPD ist keine Volkspartei mehr

Nach dieser heiteren Episode wurde es dann doch noch einmal ernst. Man müsse sich derzeit die Frage stellen, ob Volksparteien in Deutschland überhaupt noch eine Chance hätten, erklärte er. Für die SPD sei diese Frage fast schon beantwortet. Das sage er „ganz ohne Schadenfreude“. Mit 13 Prozent - diesen Wert erreicht die Partei in aktuellen Umfragen - sei die SPD keine Volkspartei mehr. Den Grünen, die momentan im Aufschwung sind, traue er nicht zu, eine echte Volkspartei zu werden. Sie setze auf ein Thema und habe damit nicht das Potenzial, stellte Merz klar.

Bei der Europawahl hatte die CDU viele Stimmen verloren. Diese seien im Westen an die Grünen und im Osten an die AfD gegangen, bilanzierte Merz. Deswegen müsse das Spektrum der Partei wieder größer werden. „Die CDU muss auch in der Lage sein, die konservativen Bürger zu erreichen, genauso wie diejenigen, die liberal denken“, lautete seine Vorgabe.

Das neue Sendungskonzept von Maischberger sah nicht nur den Einzeltalk mit Friedrich Merz vor. Eingeleitet wurde die Sendung mit einer Diskussion über das Klima. An ihr nahmen die Journalisten Nikolaus Blome, Kristina Dunz und Markus Feldenkirchen teil. Später beantwortete der ARD-Wettermoderator Karsten Schwanke Fragen des Publikums.

Bei Maischbergergs Talk-Kollegin Maybrit Illner geht es am Donnerstag, den 20. Juni um die

Gefahr des rechten Terrors in Deutschland. Währenddessen äußerte ein Nahost-Experte bei Markus Lanz ebenfalls im ZDF den Verdacht, dass es im Iran bald zum Krieg kommen werde.

Nachdem sich SandraMaischberger bereits im Juni in die Sommerpause verabschiedet hatte, folgte nun auch Frank Plasberg mit seiner Sendung „Hart aber Fair“

dg

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