In Rotterdam und Mainz

Fünf Terrorverdächtige festgenommen

Die niederländische Polizei hat in der Hafenstadt Rotterdam vier Terrorverdächtige festgenommen. Foto: Ralf Roeger/dmp press/Archiv
+
Die niederländische Polizei hat in der Hafenstadt Rotterdam vier Terrorverdächtige festgenommen. Foto: Ralf Roeger/dmp press/Archiv

Fünf Männer werden in Rotterdam und der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt festgenommen. Sie werden verdächtigt, sich an der Vorbereitung eines Anschlags in den Niederlanden beteiligt zu haben. Die Hintergründe sind noch unklar.

Amsterdam/Mainz (dpa) - Die niederländischen Behörden haben fünf Männer wegen Terrorverdachts festnehmen lassen, einen von ihnen in Deutschland. Vier Festnahmen gab es nach Angaben der niederländischen Polizei in der Hafenstadt Rotterdam.

Ein in dem Land gesuchter Verdächtiger wurde dem rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt (LKA) zufolge in Mainz festgenommen. Der Aktion lag ein Auslieferungsersuchen der niederländischen Justiz zugrunde, wie das LKA mitteilte.

Nach diesem stehe der Festgenommene im dringenden Verdacht, «sich an Vorbereitungen zur Begehung eines terroristischen Anschlags in den Niederlanden beteiligt zu haben».

Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen 26-jährigen Syrer. Er habe keinen Wohnsitz in Deutschland und sei hierzulande auch noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Der Mann soll am Sonntag dem Haftrichter in Mainz vorgeführt werden. Zu weiteren Einzelheiten verwies das LKA auf die niederländische Polizei.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) dankte den beteiligten Einsatzkräften. «Die gelungene Festnahmeaktion hat gezeigt, dass die Kooperation mit der niederländischen Polizei länderübergreifend funktioniert hat und die rheinland-pfälzische Polizei für solche Einsätze gut vorbereitet ist.»

Nach Angaben der niederländischen Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren aus «nichtwestlichen Ländern». Die Wohnungen der Verdächtigen seien durchsucht worden. Die Untersuchung werde in den kommenden Tagen fortgesetzt. Bis zu deren Abschluss wolle man keine Einzelheiten bekanntgeben, sagte ein Polizeisprecher.

Im Juni waren in Rotterdam zwei Männer wegen eines angeblich geplanten Anschlags auf Sicherheitskräfte in den Niederlanden festgenommen worden. Im September gab es sieben Festnahmen von Männern, die nach Angaben der Behörden einen größeren Anschlag planten. Von diesen kamen drei aus Rotterdam und einem Rotterdamer Vorort.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Spontan-Gipfel mit Merkel: Schulen, Bars, Diskos - Lauterbach kündigt „noch in dieser Woche“ Verschärfungen an
Politik

Spontan-Gipfel mit Merkel: Schulen, Bars, Diskos - Lauterbach kündigt „noch in dieser Woche“ Verschärfungen an

Schon am Dienstag kommen Angela Merkel, Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten zusammen. Es soll zwar keine MPK sein, der Lockdown könnte dennoch Thema werden.
Spontan-Gipfel mit Merkel: Schulen, Bars, Diskos - Lauterbach kündigt „noch in dieser Woche“ Verschärfungen an
Notbremsen-Urteil, dann Corona-Gipfel mit Merkel: Lockdown? Habeck lässt die Härte der Maßnahmen durchblicken
Politik

Notbremsen-Urteil, dann Corona-Gipfel mit Merkel: Lockdown? Habeck lässt die Härte der Maßnahmen durchblicken

Was darf der Staat in der Corona-Pandemie und was nicht? Am Dienstag entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Notbremse. Dann laden Merkel und Scholz zum …
Notbremsen-Urteil, dann Corona-Gipfel mit Merkel: Lockdown? Habeck lässt die Härte der Maßnahmen durchblicken
Lauterbach legt gegen Wagenknecht beim Thema Booster-Impfungen nach - „Völlig absurd“
Politik

Lauterbach legt gegen Wagenknecht beim Thema Booster-Impfungen nach - „Völlig absurd“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf Twitter erneut eine Aussage der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu Booster-Impfungen attackiert.
Lauterbach legt gegen Wagenknecht beim Thema Booster-Impfungen nach - „Völlig absurd“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.