Naher Osten

Fünf Tote bei bewaffneten Zusammenstößen im Libanon

Libanon
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Ein Soldat evakuiert eine Gruppe Frauen nach Schüssen in der libanesischen Küstenstadt Khaldeh.

Die schiitische Hisbollah kontrolliert ganze Stadtteile Beiruts und andere wichtige Gebiete des Libanon. Jetzt kamen bei Zusammenstößen mit sunnitischen Anwohnern mindestens fünf Menschen ums Leben.

Beirut - Im Libanon sind bei einem Zusammenstoß sunnitischer Anwohner mit Anhängern der schiitischen Hisbollah mindestens fünf Menschen getötet worden, darunter drei Anhänger der Miliz.

Die Kämpfe brachen laut Sicherheitskreisen südlich von Beirut beim Trauermarsch für Ali Schibli aus, der einer Hisbollah-nahen Gruppe angehört hatte. Er war am Samstag bei einer Hochzeit vom Angehörigen eines sunnitischen Stamms erschossen worden. Der Schütze wiederum war Bruder eines Jugendlichen, den Schibli vor einem Jahr getötet haben soll.

Bei den Kämpfen im Küstenort Chalda hätten die Schützen Maschinengewehre und Panzerfäuste eingesetzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Dadurch sei Panik unter Anwohnern und Fußgängern ausgebrochen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Angreifer attackierten den Trauermarsch laut Augenzeugen, als er eine Wohngegend der sunnitischen Stämme passierte. Soldaten der Armee hätten daraufhin gedroht, das Feuer auf die Schützen zu eröffnen.

Die mächtige Hisbollah, angeführt von Hassan Nasrallah, verfügt über ein breites Netz an Anhängern im Libanon. Mit ihrer eigenen Miliz kontrolliert sie ganze Stadtteile Beiruts und andere wichtige Gebiete des Landes vor allem im Süden. dpa

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