Bundesaußenminister warnt

Gabriel: Entwicklung Nordkoreas zur Atommacht darf nicht hingenommen werden

+
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD).

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat davor gewarnt, sich mit der Entwicklung Nordkoreas zur Atommacht abzufinden

"Wenn sich Nordkorea Atomwaffen beschafft und der Rest der Welt schaut zu, dann wird es verdammt gefährlich", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Feiertagsausgaben). "Dann werden andere dem Beispiel folgen." Eine militärische Lösung würde allerdings "unfassbar viele Menschenleben kosten".

Nordkorea nimmt ungeachtet internationaler Strafmaßnahmen immer wieder Atom- und Raketentests vor. Vor allem das Verhältnis zu den USA ist deshalb äußerst angespannt: US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten sich in den vergangenen Monaten heftige Verbalattacken geliefert. Trump drohte Nordkorea im September in einer Rede vor der UN-Vollversammlung mit "vollständiger Vernichtung", sollte es zum Krieg kommen. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte zuletzt am 22. Dezember die Sanktionen gegen das kommunistische Land erneut.

Gabriel wünscht sich verbesserte Beziehungen zwischen USA und Russland

Gabriel rief zugleich zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland auf. "Gerade wir in Europa müssen ein Interesse daran haben, dass das Verhältnis zwischen den USA und Russland besser wird", sagte der Minister. "Am Ende können nur die USA und Russland - unterstützt von China - die Verbreitung von Atomwaffen verhindern." Bleibe das Verhältnis zwischen Washington und Moskau so schlecht, wie es sei, würden andere Länder das nutzen. Deshalb sei das Bemühen der Europäer so groß, die USA und Russland wieder näher zusammenzubringen.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Wie wir es von Merz bekommen hätten“: CSU-Flügel fordert AKK zu klarem Bekenntnis auf

Die CDU hat offenbar einen Geheimplan für die Merkel-Nachfolge: Kramp-Karrenbauer könnte demnach schon früher Kanzlerin werden. Die künftige Rolle von Friedrich Merz …
„Wie wir es von Merz bekommen hätten“: CSU-Flügel fordert AKK zu klarem Bekenntnis auf

Kein Durchschnaufen nach Straßburg-Terror: „Gelbwesten“ wollen trotz Regierungs-Appell aufmarschieren

Nach der Eskalation der „Gelbwesten“-Proteste in Frankreich will Emmanuel Macron die Gemüter mit teuren Zugeständnissen besänftigen. 
Kein Durchschnaufen nach Straßburg-Terror: „Gelbwesten“ wollen trotz Regierungs-Appell aufmarschieren

Erneute "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich erwartet

Paris (dpa) - Mit Tausenden Sicherheitskräften rüstet sich Frankreich für ein weiteres Protestwochenende der "Gelbwesten".
Erneute "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich erwartet

Terror in Straßburg: „Nie extrem religiös“ - So beschreibt ein Bekannter Chérif C.

In Straßburg tötete der mutmaßliche Terrorist Cherif Chekatt am Dienstagabend mehrere Menschen. Am Donnerstagabend wurde er von der Polizei „neutralisiert“. Der IS hat …
Terror in Straßburg: „Nie extrem religiös“ - So beschreibt ein Bekannter Chérif C.

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.