„Grüne Ideologie“

Gauland über Grüne im ZDF-Morgenmagazin: Wollen „heute viel wieder gutmachen, was unsere ...“

Alexander Gauland im ZDF-Morgenmagazin.
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Alexander Gauland im ZDF-Morgenmagazin.

Alexander Gauland war zu Gast im Morgenmagazin des ZDF. Er äußert sich zur Haushaltsdebatte und spricht über eine „Grüne Ideologie“.

Berlin - Am Donnerstag war Alexander Gauland Interview-Gast im Morgenmagazin des ZDF. Zunächst ging es um die schwarze Null, welche am Mittwoch diskutiert wurde. Dazu sagte der Fraktionsvorsitzende der AfD, man solle daran fest halten, keine staatlichen Schulden aufzunehmen.

Der Moderator Mitri Sirin führte an, dass die Wirtschaft Vorwürfe erhebe, die Politik der AfD wäre zu ausländerfeindlich und somit der Wirtschaft schaden würde. Gauland wies diese Vorwürfe zurück und meint: „Wenn sie nach Sachsen gucken, wenn sie nach Brandenburg gucken hat sich der Wirtschaftsstandort in beiden Ländern sozusagen so positiv entwickelt - trotz unserer Wahlerfolge. Diese Vorwürfe sind unsinnig und deswegen brauche ich ja keine Wirtschaftsstrategie dagegen.“

Gauland im ZDF-Morgenmagazin: „Das ist grüne Ideologie“

Bei der Haushaltsdebatte im Bundestag am Mittwoch ging es auch um den Klimawandel und wie damit umgegangen werden soll. Gauland meinte dazu im Interview mit dem Morgenmagazin, dass ein Handeln der Bundesregierung „unsinnig“ sei, da der Einfluss, den Deutschland auf das weltweite Klima habe, zu gering sei. 

Am Mittwoch sagte Gauland in der Haushaltsdebatte: „1945 waren wir der Teufel der Welt, heute wollen wir die Engel des Planeten sein, offensichtlich das leuchtende Vorbild.“ Auf Nachfrage im ZDF-Morgenmagazin, wie das zu verstehen sei, sagte Gauland, damit meine er, dass die anderen Parteien, vor allem die Grünen „heute viel wieder gutmachen wollen, was unsere Väter und Vorväter sozusagen angerichtet habe.“ Das sei „grüne Ideologie“, so Gauland: „fremde Aufnehmen, das Klima retten, anderen Menschen helfen“.

Morgenmagazin (ZDF) Gauland spricht von einer Spaltung der Gesellschaft

Moderator Mitri Sirin zitierte eine Aussage Angela Merkels in der Haushaltsdebatte. „Das, was wir täglich erleben, Gewalt gegen Juden, gegen Ausländer und verhasste Sprache - das müssen wir bekämpfen“, sagte die Kanzlerin am Mittwoch. Viele Politiker seien daraufhin aufgestanden und aus fast allen Fraktionen habe es Zustimmung gegeben - nur nicht von der AfD, so Sirin weiter.

Auf die Nachfrage, warum Gaulands Partei nicht applaudiert habe, sagte er: „Die Gesellschaft ist gespalten, wir werden für die Spaltung verantwortlich gemacht.“ Das sei nicht richtig, sagte Gauland und fügte hinzu: „Wir geben denen eine Stimme, die sagen: ‚Nein, wir wollen nicht, dass sich dieses Deutschland so verändert, wie ihr das da oben wollt.‘“

Nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen scheint in Brandenburg eine Kenia-Koalition möglich. Die AfD hat unterdessen im Bundestag einen Eklat verursacht.

Die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther von den Grünen spricht sich für ein Verbot von Verbrennermotoren in der Hauptstadt aus.

Erst kürzlich zog Renate Künast von den Grünen wegen Hasskommentaren vor Gericht. Doch die Zuständigen sahen trotz Aussagen wie „Stück Scheiße“ den Tatbestand nicht erfüllt.

lb

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