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Gewerbegebiet Schindersgasse: Erweiterung ginge in die Millionen

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Von: Florian Renneberg

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Hierhin könnte sich das Gewerbegebiet Schindersgasse ausdehnen - wenn die Politik Grünes Licht gibt. Foto: Archiv
Hierhin könnte sich das Gewerbegebiet Schindersgasse ausdehnen - wenn die Politik Grünes Licht gibt. Foto: Archiv © Lokalo24.de

Die SPD hatte gefordert, die Erweiterung des Grebendorfer Gewerbegebiets zu prüfen. Jetzt stellte der Bürgermeister erste Prognosen zu den Kosten vor.

Meinhard. Im vergangenen Jahr hatte die SPD-Fraktion die Erweiterung des Gewerbegebiets Schindersgasse in Grebendorf um rund 50.000 Quadratmeter auf die Agenda der Gemeindevertretung gebracht. Die Verwaltung hat mittlerweile erste Ergebnisse vorgelegt.

Die gute Nachricht: Die drei größten Eigentümer sind bereit, ihre Grundstücke an die Gemeinde zu verkaufen. Die schlechte: Die aufgerufenen Preise liegen zwischen 15 und 30 Euro pro Quadratmeter. Das gab Bürgermeister Gerhold Brill in der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung bekannt.

2,4 Millionen Euro Kosten

Das bedeutet: Bei durchschnittlich 20 Euro pro Quadratmeter kämen Kosten von rund einer Million Euro auf die Gemeinde zu. Hinzu kommen Kosten in etwa gleicher Höhe für die Erschließung, sprich: Straßen, Wasser und Strom. Rechne man die fälligen Gutachten hinzu, lägen die Kosten voraussichtlich bei rund 2,4 Millionen Euro, rechnete Brill vor.

Der Bürgermeister bezweifelte, dass sich diese Investitionen amortisieren. "Die Unternehmen müssten 40 bis 50 Euro pro Quadratmeter zahlen." Die Erfahrung zeige jedoch, dass dies nicht realistisch sei – zumal Unternehmen Gewerbeflächen in Thüringen vielerorts kostenlos bekämen.

Entscheidung fällt die Gemeindevertretung

Die Entscheidung, ob die Schindersgasse erweitert wird, obliegt letztlich der Gemeindevertretung. Mit den Stimmen der ÜWG ist dabei nicht zu rechnen. Deren Fraktionschef Rolf Eyrich hatte bereits im Kommunalwahlkampf betont: "Eine Erweiterung des Gewerbegebietes ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können."

In der kommenden Gemeindevertretersitzung am 9. Juni will Brill weitere Details zur möglichen Erschließung bekanntgeben.

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