Zeitgemäße Gesellschaft

Giffey dringt auf höheren Frauenanteil in der Politik

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Gleichberechtigung sei nicht nur eine Frage von Recht und Gerechtigkeit, sondern auch von einer modernen und zeitgemäßen Gesellschaft, sagt Giffey Foto: Britta Pedersen

Düsseldorf (dpa) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringt auf einen höheren Frauenanteil in der Politik. "Frauen sind die Hälfte des Volkes und müssen auch entsprechend vertreten sein. Deshalb ist es an der Zeit für Parität in den Parlamenten", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post".

Giffey äußerte sich kurz vor einer Feierstunde im Bundestag anlässlich des 100. Jahrestages der erstmaligen Ausübung des Frauenwahlrechtes. Gleichberechtigung sei nicht nur eine Frage von Recht und Gerechtigkeit, sondern auch von einer modernen und zeitgemäßen Gesellschaft, sagte Giffey. "Aber für eine echte Gleichstellung müssen wir noch streiten. Da geht es um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, um Wertschätzung und Anerkennung der sozialen Berufe und um spürbar mehr Frauen in Führungspositionen - sei es in der Wirtschaft oder in der Politik", so die Ministerin. Auch die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sagte im ZDF-"Morgenmagazin": "Es ist noch viel zu tun."

Die Gattin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, schrieb in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel": "De jure stehen Frauen gleichauf mit Männern, de facto tun sie es oft nach wie vor nicht." Der Frauenanteil im aktuellen Bundestag sei dabei von besonderer Symbolkraft: "Nach einem stetigen Anstieg auf zuletzt rund 36,5 Prozent sank er 2017 wieder auf rund 31 Prozent."

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