Vor der OB-Wahl in Görlitz

Filmstars wenden sich mit eindringlichem Appell an Bürger einer sächsischen Kleinstadt

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Dreh für Tarantino-Film in "Görliwood".

Oscar-Preisträger, Schauspieler und Produzenten wenden sich in einem offenen Brief an die Wähler im sächsischen Görlitz. Der Grund: Die OB-Wahl am 16. Juni.

Görlitz - Hollywood-Schauspieler, Produzenten und sogar Oscar-Preisträger bitten die Menschen in Görlitz: „Wählt nicht die AfD!“ Auslöser für den offenen Brief ist die Oberbürgermeisterwahl, das berichten am Donnerstag mehrere Medien. „Gebt euch nicht Hass und Feindseligkeit, Zwietracht und Ausgrenzung hin“, heißt es laut der Leipziger Volkszeitung in dem Schreiben. Aber wie kommen die Stars auf die knapp 56.000-Seelen-Stadt in Ostdeutschland?

Görlitz: Hollywood Stars wenden sich in einem offenen Brief an die Wähler

Görlitz dient als Drehort für viele Hollywood-Produktionen. In der Stadt selbst spricht man gern von „Görliwood“ - eine Kombination von Görlitz und Hollywood. Unter anderem drehte dort Quentin Tarantino für seinen Kultfilm „Inglourious Basterds“. Zu den Stars, die sich in einem offenen Brief an die Görlitzer wandten, ist laut mdr auch die deutsche Schauspielerin Jana Pallaske, die in „Inglourious Basterds“ die Rolle der Amour Babette innehatte. 

Tom Wlaschiha, bekannt aus Game of Thrones, war einer der ersten Unterzeichner des offenen Briefs.

Auch Tom Wlaschiha, der aus dem sächsischen Doha stammt, gehöre zu den ersten Stars, die sich dem Brief anschlossen. Mit seiner Rolle als Jaqen H‘ghar in der Serie „Game of Thrones“ wurde Wlaschiha international bekannt. Zu den weiteren Unterzeichnern zählen laut mdr unter anderem der „Babylon Berlin“-Star Volker Bruch und der Schauspieler Burghart Klaußner, unter anderem bekannt durch seine Rolle als Vater Kerner in „Goodbye Lenin“ unterzeichnete den Aufruf. 

Burghart Klaußner

Der Hintergrund: Am 16. Juni findet in Görlitz die Stichwahl statt, die über den neuen Oberbürgermeister der Stadt entscheidet. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 hat der AfD-Kandidat Sebastian Wippel mit 36,4 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Gegen ihn tritt der CDU-Kandidat Octavian Ursu an, der bei der Wahl im Mai 30,3 Prozent der Stimmen kam. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer richtete vor der Entscheidung der OB-Wahl einen Appell an die Bürger.

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