Ankündigung aus Schweden

Greta Thunberg: Corona torpedierte ihre Pläne - jetzt bestätigt sie Spekulationen

Vor knapp einem Jahr beendete Greta Thunberg die Schule, um sich ganz dem Klimakampf zu widmen - vorerst. Ab Herbst setzt die 17-Jährige neue Prioritäten.

  • Greta Thunberg hat sich ein Jahr lang ganz dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet.
  • Nun will die Aktivistin* offenbar wieder kürzertreten: Ab dem Spätsommer kehrt sie an die Schule zurück.
  • Ohnehin hatte die Corona-Krise ihre Pläne zuletzt deutlich eingedampft.

Stockholm/Zürich - Das Coronavirus hat auch Klima-Aktivistin Greta Thunberg einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht: Eigentlich wollte sich die mittlerweile weltbekannte Jugendliche ein gutes Jahr lang ganz dem Kampf gegen den Klimawandel widmen - nicht zuletzt mit Reisen und Demo-Teilnahmen in eigener Sache.

Greta Thunberg: Zurück in die Schule - Aktivistin beendet ihr Klimajahr

Schon seit einigen Wochen sind diesem (physischen) Engagement Grenzen gesetzt. Greta Thunberg* erkrankte nach eigener Einschätzung selbst an Covid19, die Kontakt- und Reisebeschränkungen taten ihr Übriges. 

Immer mittendrin: Greta Thunberg im Januar bei einer Demo in Davos - jetzt will die 17-Jährige ihre Schullaufbahn wieder aufnehmen.

Trotzdem will Thunberg, die die Gesellschaft in der Corona-Krise unterdessen als „Nudistenparty“ bezeichnete,  ihr Aktivismus-Jahr nicht verlängern: Die 17-Jährige will schon ab dem späten Sommer wieder in die Schule. „Ja, Greta plant, im Herbst wieder zur Schule zu gehen“, zitiert der Schweizer Blick einen Sprecher Thunbergs. Das Schuljahr in Schweden beginnt stets Mitte oder Ende August. Die Bildungseinrichtungen wurden in dem skandinavischen Land bislang nicht aus Pandemiegründen geschlossen.

Greta Thunberg: Ein Jahr Pause nach Ende der Schulpflicht - nun geht es trotz Corona weiter

Überraschend kommt diese Ankündigung an und für sich nicht. Im Frühsommer 2019 hatte die junge Aktivistin die neunte Klasse abgeschlossen - und damit die Schulpflicht hinter sich gelassen. Von vorneherein war lediglich ein Jahr „Auszeit“ geplant. Nun soll Thunberg die Schullaufbahn auf einer weiterführenden Schule fortsetzen.

Erholsam war das schulfreie Jahr allerdings wohl kaum: Von einer vielbeachteten Rede von den Vereinten Nationen (bei Merkur.de* im Wortlauf nachzulesen) bis zu Auftritten in Südamerika oder beim Weltwirtschaftsforum in Davos machte Thunberg reichlich Schlagzeilen. An einige Episoden, darunter eine Begegnung mit Angela Merkel, erinnert sich die Teenagerin mit Ernücherung. Beobachter fürchteten gar um die Gesundheit des Teenagers - wenn auch per Ferndiagnose aus Deutschland.

Vom Klimakampf lassen wird die junge Schwedin allerdings wohl kaum. Erst am Pfingstwochenende hatte sie mit Kritik an der deutschen Politik für Aufsehen gesorgt.

Aktivistinnen rund um Greta Thunberg haben sich in einem offenen Brieg an die Oberhäupter der EU-Staaten gewandt. Diese müssten die Umweltkrise endlich als solche behandeln. 

fn

Im Netz rechnet Greta Thunberg indessen mit einem neuen Instagram-Post* mit der Politik ab.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © AFP / KENZO TRIBOUILLARD

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