„Vor zu hohen finanziellen Belastungen schützen“

Gröhe erwartet stabile Beiträge zur Pflegeversicherung bis 2022

Hermann Gröhe
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Hermann Gröhe.

Berlin - Die Beiträge für die Pflegeversicherung sollen nach dem Anstieg zum Jahresbeginn nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in den kommenden Jahren nicht weiter wachsen.

Auf Basis derzeitiger Erkenntnisse gehe er davon aus, dass die Beiträge bis zum Jahr 2022 stabil blieben, sagte Gröhe der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag.

"Die Beitragszahler müssen vor zu hohen finanziellen Belastungen geschützt werden", sagte der Minister. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, den Alten und Kranken auf lange Sicht eine gute Versorgung zu ermöglichen. "Es geht dabei um gelebte Mitmenschlichkeit und die richtigen Prioritäten", sagte Gröhe.

Die Beiträge waren zu Jahresbeginn um 0,2 Prozentpunkte angestiegen - parallel zum Inkrafttreten der bislang größten Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung. Bei der Frage, wer pflegebedürftig ist und wer nicht, sollen Demenzkranke nun besser gestellt werden. Zudem wurden die Minutenpflege und das alte System der Pflegestufen abgeschafft. Die Beiträge waren angehoben worden, um diese Reform zu finanzieren.

AFP

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