„Gefahrenlage“ ausgelöst

Großalarm! 200 Schuss Munition nahe Weihnachtsmarkt in Berlin gefunden

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200 Schuss Munition wurden nahe dem Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg in Berlin gefunden.

In der Nähe eines Weihnachtsmarktes in Berlin wurden 200 Schuss Munition gefunden. Die Polizei löste umgehend einen Großalarm und eine „Gefahrenlage“ aus.

Update vom 11. Dezember: Nach dem Fund von knapp 200 Patronen in einer Tiefgarage in Berlin ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen Unbekannt. Ermittler durchsuchten nach dem Fund am Sonntag eine an die Garage angrenzende Moschee sowie den Schlosspark Charlottenburg - jedoch ohne Ergebnis, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. 


Wie die Bild-Zeitung berichtet, informierte der Mieter eines Tiefgaragenstellplatzes am Spandauer Damm am Sonntagabend die Polizei über den Munitionsfund. Nach Informationen des Blattes entdeckte er neben seinem geparkten Auto, hinter einem Stapel Winterreifen durch Zufall eine kleine Plastiktüte. Der brisante Inhalt: 200 Schuss neuwertige Munition für eine Pistole Kaliber 7.65. Eine große Menge Munition, die theoretisch für einen Anschlag reicht. Laut Bild befanden sich die Projektile in eingeschweißten Plastikbeuteln in den Originalschachteln. Beamte eines Streifenwagens stellten die Munition sicher.

Da die Munition in unmittelbarer Nähe des Weihnachtsmarktes am Schloss Charlottenburg deponiert war, schrillten bei der Polizei die Alarmglocken. „Aufgrund der Nähe des Munitionsablageortes zum Weihnachtsmarkt und die Tatsache, dass sich oberhalb der Tiefgarage eine Moschee befindet, wird eine Gefahrenlage angenommen“, heißt es in einem polizeiinternen Schreiben aus dem die Bild zitiert. Die Streifenbeamten, die die Munition sicherstellten, alarmierten ihre Kollegen vom Staatsschutz, die Kriminalpolizei sowie die Kriminaltechnik.

Munition an Weihnachtsmarkt in Berlin: Polizei prüft islamistischen Hintergrund

Wenig später tauchte eine Hundertschaft mit Sprengstoffspührhunden beim Fundort auf. Die Staatsschützer erstellen sofort ein Lagebild zur Moschee und ermittelten, ob diese möglicherweise von islamistischen Gefährdern besucht wird.

Kriminaltechniker begutachteten die Munition. Sie hoffen auf DNA-Spuren an den Projektilen. Am Sonntagabend trafen weitere Bereitschaftspolizisten am Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg ein. Die Beamten durchsuchten den Schloßpark nach weiteren Waffen- oder Munitionsdepots.

Noch tappt die Polizei offenbar im Dunkeln, was die Herkunft der Munition angeht. „Bislang gibt es keine weiteren Funde“, erklärt Polizeisprecher Winfrid Wenzel gegenüber Bild. „Es ist unklar, wem die gefundene Munition zuzuordnen ist.“

Stammt die Munition möglicherweise aus der Rocker-Szene? Bis vor einigen Jahren war am Fundort auch das Clubhaus der Rockergruppe „Hells Angels Nomads“.

Die B.Z. berichtet: Nach ersten Erkenntnissen hat der Munitionsfund am Weihnachtsmarkt Schloss Charlottenburg nichts mit einem möglichen Anschlag zu tun, die Hintergründe des Funds müssen aber weiter untersucht werden.

fro

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