Jamaika-Verhandlungen

Grünen-Geschäftsführer: „Dobrindt ist ein ziemlicher Krawallbruder“

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Alexander Dobrindt muss sich harte Kritik an seiner Person gefallen lassen.

Bei den Inhalten kommen die Jamaika-Verhandler mittlerweile voran, der Ton zwischen den möglichen Koalitionären bleibt aber ruppig.

Berlin - Nachdem CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt das Angebot der Grünen, auf einen festen Endtermin 2030 für Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren zu verzichten, barsch abgekanzelt hat („Schwachsinnstermine“), koffert nun der politische Geschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, zurück.

„Herr Dobrindt ist Herr Drobrindt, und er ist einfach ein ziemlicher Krawallbruder“, sagte Kellner am Donnerstag bei N24. „Das sind sicherlich keine hilfreichen Äußerungen. Aber ich glaube, das fällt eher auf die CSU zurück.“ Insgesamt schwanke die Gesprächsatmosphäre bei Jamaika von „heiter-wolkig bis Donnergrollen“.

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Kellner unterstrich, dass sich Union und FDP bis zum 16. November beim Klimaschutz bewegen müssten. Das Klimaziel 2020 (40 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß gegenüber 1990) müsse durch beschleunigte Maßnahmen erreicht werden. „Das geht, dazu muss man allerdings den Kohleausstieg machen, dazu müssen die dreckigsten Kraftwerksblöcke vom Netz.“ Einwände der FDP, bei einem raschen Kohle-Ausstieg müsse Deutschland zur Versorgungssicherheit Kohlestrom aus Polen und Atomstrom aus Frankreich beziehen, wies Kellner als „völligen Quark“ zurück. Die EU-Kommission hat bei diesem Thema schon vorgelegt.

dpa

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