Wahl der Parteispitze

Grünen-Parteichefs Peter und Özdemir möglicherweise länger im Amt

+
Erst im Januar wollen die Grünen neue Parteichefs wählen.

Erst einmal wollen die Grünen die Bundestagswahl 2017 abwarten. Dann soll auf einem Sonderparteitag über die zukünftige Parteispitze der Grünen abgestimmt werden. 

Berlin - Die Grünen werden ihre Parteispitze möglicherweise erst im Januar neu wählen und nicht wie geplant schon im Oktober. Die Partei will zunächst die Bundestagswahl und mögliche Koalitionsoptionen abwarten: "Wenn es nach der Wahl konkret um eine grüne Regierungsbeteiligung geht, wird ein Parteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden", sagte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem Magazin "Spiegel". Dies geschähe dann auf dem Parteitag im Oktober. Die Wahlen der Parteichefs und des restlichen Vorstands würden auf einen Sonderparteitag im Januar verschoben. Verliefen die Koalitionsgespräche erfolgreich, würde die Basis per Urwahl über eine Regierungsbeteiligung abstimmen, sagte Kellner.

Der aktuelle Parteivorsitzende Cem Özdemir, der seit 2008 an der Spitze der Grünen steht, hatte kürzlich angekündigt, bei der nächsten Vorstandswahl nicht mehr antreten zu wollen. Eine erneute Kandidatur der Ko-Vorsitzenden Simone Peter gilt als ungewiss. Die Grünen liegen aktuell in Umfragen zwischen sieben und neun Prozent.

afp

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich gegen eine erneute Große Koalition ausgesprochen. Am liebsten würde er mit der FDP koalieren, …
Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition

Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück

Das Atomabkommen mit dem Iran dominiert den zweiten Tag der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Der Pakt gilt als historisch. Der Iran warnt die USA. Auch Deutschland …
Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück

Le Pen demontiert ihren Stellvertreter

Im Führungsstreit bei Frankreichs rechtspopulistischer Front National (FN) greift Parteichefin Marine Le Pen gegen ihren Stellvertreter Florian Philippot durch.
Le Pen demontiert ihren Stellvertreter

Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich

Wenige Tage vor der Wahl hat Sigmar Gabriel  ein Interview mit einem sehr umstrittenen Medium geführt. Bereits vor der Ausstrahlung hatte sich der Außenminister dazu …
Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.