Grüner mit türkischen Wurzeln

Hannover-Wahl: Belit Onay wird erster Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund

Belit Onay feiert seinen Wahlsieg zum Oberbürgermeister Hannovers. 
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Belit Onay feiert seinen Wahlsieg zum Oberbürgermeister Hannovers. 

Novum in Hannover: Der türkisch-stämmige Grünen-Kandidat Belit Onay wurde zum ersten Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt gewählt. 

  • Grünen-Politiker Belit Onay ist zum Oberbürgermeister Hannovers gewählt worden. 
  • Zuvor war Hannover mehr als 70 Jahre lang fest in der Hand der SPD.
  • Belit Onay hat türkische Wurzeln und ist somit der erste Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt.

Hannover - Der Grüne Belit Onay wird Oberbürgermeister von Hannover. In der Stichwahl setzte sich der Landtagsabgeordnete am Sonntag mit 52,9 Prozent gegen den CDU-Bewerber Eckhard Scholz durch, der auf 47,1 Prozent der Stimmen kam. Zuvor hatte kein Kandidat in der ersten Runde der Wahl am 27. Oktober eine absolute Mehrheit erreicht, weshalb die beiden bestplatzierten Bewerber in einer Stichwahl gegeneinander antraten. 

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay bedankt sich auf Twitter

Belit Onay selbst scheint überwältigt von seinem Sieg: „Wow!!“, schreibt er auf seinem Twitter-Account und bedankt sich zugleich - unter Zuhilfenahme einiger Emojis, beispielsweise eines, selbstverständlich grünen, Herzchens - bei seinen Wählern. 

Oberbürgermeister-Wahl in Hannover: Triumph für die Grünen, Debakel für die SPD

Mit Onays Wahl ist Hannover nach Freiburg, Darmstadt und Stuttgart die vierte Großstadt, in der ein Grüner zum Oberbürgermeister aufrückt. Zugleich stellt die SPD damit erstmals nach mehr als 70 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister in der niedersächsischen Landeshauptstadt, weshalb die Wahl dort besondere Aufmerksamkeit erregte.  

Belit Onay wird zum ersten Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund

Der türkischstämmige Onay ist bundesweit der erste Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt. Er selbst sieht seine Herkunft als eher unspektakulären Teil seiner Biografie, der eben dazu gehöre „wie viele andere Aspekte auch“, wie die Welt den 38-Jährigen zitiert. Seine Zweisprachigkeit sei somit bestenfalls ein nützlicher „Mehrwert“. 

dpa/lros

Onays Parteigenossen von den Grünen befinden sich derzeit auch außerhalb Hannovers im Höhenflug, sodass Parteichef Robert Habeck bereits angekündigt hat, Systeme verändern zu wollen. 

Auf Bundesebene dagegen gelang es der GroKo gerade, sich nach langem Ringen auf einen Kompromiss bei der Grundrente zu einigen. 

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