Diskussionen um Negativzins

„Hart aber fair“ mit Plasberg-Vertretung: Sahra Wagenknecht mit expliziter Forderung zu heiklem Thema

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Erstmals wurde „Hart aber fair“ von Susan Link (re.) moderiert. 

Susan Link vertritt Frank Plasberg bei „Hart aber fair“. Sie stellt die Frage: Muss uns die Politik vor dem Minuszins retten? Darüber scheiden sich die Geister.

  • Als Vertreterin von Frank Plasberg übernahm Susan Link erstmals die Moderation von „Hart aber fair“.
  • Mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sollte über das Thema „Minuszins“ diskutiert werden.
  • Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht hatte dazu eine klare Meinung - und eine explizite Forderung.

Update, 29. Januar, 9.40 Uhr: Die „Hart aber fair“-Sendung zum Thema „Muss uns die Politik vor dem Minuszins retten?“ wurde mit Spannung erwartet - auch wegen Susan Links Premiere als Moderatorin des Polit-Talks im Ersten. Deutschland bleibe „ein Volk der Sparer“, leitete Susan Link die Sendung zu diesem heiklen Thema ein, bei der Anja Kohl (ARD-Börsenexpertin), Dorothea Mohn (Leiterin des Teams Finanzmarkt im Verbraucherzentrale Bundesverband), Markus Blume (Generalsekretär der CSU), Christian Achilles (Leiter Kommunikation des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes) und Sahra Wagenknecht (Bundestagsabgeordnete von Die Linke) als Gäste geladen waren. 

„Hart aber fair“ im Ersten: Kritik an Nullzinspolitik und explizite Forderung

Die Moderatorin, die sonst aus dem ARD-Morgenmagazin und dem Kölner Sommertreff bekannt ist, hat die Vertretung wegen gesundheitlicher Probleme Frank Plasbergs übernommen. Link blieb beim Talk zu großen Teilen Zuhörerin beim Talk ums Thema „Sparen“. Im Vordergrund standen die Monologe der Gäste.

Markus Blume (CDU) kritisierte die Nullzinspolitik, - Anja Kohl erklärte jedoch, dass die Banken „in der Falle sitzen“ und nicht anders könnten. 

Ganz anders sah das jedoch Sahra Wagenknecht: Sie kritisierte die Banken und allen voran Vorstandsgehälter in Millionenhöhe. So katastrophal könnte die Lage der Banken gar nicht sein, so Wagenknecht. Sie forderte Girokontos ohne Gebühren. „Die vielen Gebühren sind die versteckten Negativzinsen, vor denen man sich schlecht schützen kann. Hier besteht politischer Handlungsbedarf", so die Politikerin weiter.

Premiere bei „Hart aber fair“: Plasbergs Vertretung Susan Link feiert Debüt

Ursprungsmeldung: Berlin - Eine ungewöhnliche Sendung erwartet die „Hart aber fair“-Zuschauer am Montagabend (27.1.). Das liegt nicht am Thema oder den Gästen, sondern an der Moderation. Denn Frank Plasberg fällt aus gesundheitlichen Gründen lange aus und wird nun zum ersten Mal von „Morgenmagazin“-Moderatorin Susan Link vertreten. 

„Hart aber fair“: Susan Link vertritt Frank Plasberg

Die 43-Jährige ist allerdings nicht nur aus dem Frühstücksfernsehen bekannt. Sie moderiert seit Januar 2017 auch die MDR-Talkshow „Riverboat“. Eine Diskussion zu leiten, ist also nichts Neues für sie. 

Hochpolitische Themen behandelte Link allerdings bislang kaum. Der Auftritt im Polit-Talk dürfte auch für die erfahrene Journalistin eine spannende Premiere sein. Die Zuschauer sind schon gespannt, wie sie „Hart aber fair“ moderieren wird: 

„Hart aber fair“-Debüt für Susan Link: Thema betrifft viele Zuschauer direkt

Bei ihrem „Hart aber fair“-Debüt behandelt Susan Link gleich ein Thema, das einen großen TEil der Zuschauer direkt betreffen dürfte. „Wer jetzt noch spart, ist selber schuld: Muss uns die Politik vor den Minuszinsen retten?“, lautet der Titel der Sendung. 

„Wer jetzt noch spart, ist selber schuld“: Sahra Wagenknecht spricht über Finanzproblematik

Ist es überhaupt noch möglich, Geld für die Rente zurückzulegen? Was passiert mit unserem Ersparten? Und muss die Regierung den kleinen Sparern helfen? Diese Fragen will Link mit ihren Gästen diskutieren. 

Besonders interessant dürfte die Auseinandersetzung zwischen Sahra Wagenknecht (Linke) und CSU-Generalsekretär Markus Blume werden. 

„Hart aber fair“ mit Susan Link: Finanzexperten diskutieren Zinspolitik

Neben den beiden Politikern finden sich drei Finanzexperten unter den Gästen. Anja Kohl ist dabei sicherlich einigen Zuschauern bekannt. Die 50-Jährige ist als Börsenexpertin für die ARD häufig im TV zu sehen. 

Im Fernsehen bislang nicht prominent in Erscheinung getreten sind Dorothea Mohn und Christian Achilles. Mohn ist Leiterin des Teams Finanzmarkt des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Achilles arbeitet als Kommunikationsleiter des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

„Hart aber fair“: Auch ohne Frank Plasberg keine Änderung im Sendeplan 

Auch ohne Frank Plasberg startet „Hart aber fair“ wie gewohnt um 21.00 Uhr. Kritik gab es vorab allerdings auch schon: Einige Twitter-User stellten sich die Frage, warum am Ausschwitz-Gedenktag kein dazu passendes Thema gewählt wurde. Empörte Reaktionen schon vor der Sendung sind allerdings keine Neuheit. 

Die Frage nach Nachfolge stellt sich nun auch dem ZDF. Petra Gerster macht nach 22 Jahren bei den „heute“-Nachrichten Schluss

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