Heiderich: Neuer Bundesfreiwilligendienst ist voller Erfolg

Helmut Heiderich
+
Helmut Heiderich

"Trotz aller anfänglichen Bedenken und Kritik ist der neu eingeführte Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein voller Erfolg. Schon jetzt gibt es deu

"Trotz aller anfänglichen Bedenken und Kritik ist der neu eingeführte Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein voller Erfolg. Schon jetzt gibt es deutlich mehr Bewerber als freie Plätze", zeigt sich der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich zufrieden. Zum 1. Juli 2011 hatte die christlich-liberale Bundesregierung den BFD als Nachfolger für den Zivildienst eingeführt.

"Die großen Sozialverbände hatte damals befürchtet, dass durch die Abschaffung des Zivildienstes eine Personallücke entstehen könnte, die dann zu einem Pflegenotstand führen würde. Dies ist ausgeblieben, stattdessen haben wir nun einen Bewerberandrang", so Heiderich.

Im Augenblick sind alle 35.000 Stellen des Kontengents besetzt. Allerdings rät das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben Interessierten sich weiter zu bewerben, da im Laufe des Jahres wieder Stellen frei würden. Zu diesem ‚spektakulären Erfolg‘ (Die Welt) haben auch 24 Teilnehmer aus dem Werra-Meißner-Kreis beigetragen. Die 17 männlichen und 7 weiblichen heimischen ‚Bufdis‘ sind alle jünger als 27 Jahre.

"Alle die behauptet haben, dass der Bundesfreiwilligendienst scheitern werde, haben unterschätzt, dass bei uns viele Menschen bereit sind, etwas für andere und damit auch für sich selbst zu tun", so Heiderich. Wieder einmal seien die ‚Desasterpropheten‘, die bei jeder Veränderung reflexartig alles schlecht reden würden, eines Besseren belehrt worden.

Der CDU-Politiker sieht in diesem großen Engagement eine neue ‚Kultur der Freiwilligkeit‘, bei der sich jeder im Rahmen seiner individuellen Fähigkeiten und Vorlieben zum Wohle der Gesellschaft einsetzen könne. "Dies kann ein neues Modell für ehrenamtliches Engagement werden", so Heiderich. Viele Bürger seien bereit sich zu engagieren, wenn ihnen die Unkosten dafür erstatten würden und es eine gesellschaftliche Anerkennung gebe.

Im Gegensatz zum Zivildienst richtet sich der BFD an alle: Frauen und Männer, Junge und Alte, Deutsche und Ausländer. Für 6 bis 18 Monate kann man für eine Aufwandsentschädigung, sowie Kost- und Wohngeld in Krankenhäusern, Behindertenheimen, Sportvereinen, im Kinderhort oder am Theater mitarbeiten. Informationen zu Stellen in unserer Region gibt es unter der zentralen Servicetelefonnummer 0221-36730.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Grüner schlägt Alarm: Nächstes Moria könnte drohen - „Durchseuchung“ als Plan, „Katastrophe" die Folge?

Nach dem Brand in Moria gibt es hitzige Diskussionen um die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. Nun äußerte sich auch Kanzlerin Angela Merkel mit deutlichen Worten.
Grüner schlägt Alarm: Nächstes Moria könnte drohen - „Durchseuchung“ als Plan, „Katastrophe" die Folge?

Ukraine: Gedenken an Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni jährt sich der Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Auch in der Ukraine gedachte man dieser Tragödie.
Ukraine: Gedenken an Überfall auf die Sowjetunion

Putin plädiert für Zusammenarbeit mit Europa

Die Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union sind momentan von Misstrauen geprägt. In einem „Zeit“-Gastbeitrag hat Wladimir Putin dazu Stellung genommen.
Putin plädiert für Zusammenarbeit mit Europa

Der Brexit als Perpetuum mobile

Ein halbes Jahrzehnt ist es her, dass die Briten in einem Referendum mit knapper Mehrheit für den EU-Austritt ihres Landes stimmten. Für alle Beteiligten ein …
Der Brexit als Perpetuum mobile

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.