Wähler vertrauen CDU-Mann Pusch

Kommunalwahl: Corona-Krise machte ihn bundesweit bekannt - Landrat von Heinsberg schafft Traumergebnis

Stephan Pusch (CDU) der Landrat von Heinsberg sitzt an einem Tisch.
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Der Corona-Ausbruch in Heinsberg machte ihn deutschlandweit bekannt. Landrat Stephan Pusch (CDU).

Sein Krisen-Management im damaligen Corona-Hotspot Heinsberg machte Stephan Pusch deutschlandweit bekannt. Bei der Kommunalwahl in NRW erzielte der CDU-Mann jetzt ein Traumergebnis.

  • Zu Beginn der Corona-Krise* wurde Stephan Pusch (CDU) als Landrat des Corona-Hotspots Heinsberg deutschlandweit bekannt.
  • Unter anderem mit täglichen Ansprachen über Facebook zeichnete sich der CDU-Mann als Krisen-Manager bei den Bürgern aus.
  • Die Quittung für seine Arbeit bekam der 51-Jährige jetzt bei der Kommunalwahl 2020, wo er mit einem Traumergebnis wiedergewählt wurde.
  • Alle Informationen zur Kommunalwahl in NRW* erhalten Sie in unserem Live-Ticker*. Hier finden Sie die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen* und Ergebnisse für das Ruhrpalament*.

Heinsberg - Zu Beginn des Jahres war der 51-jährige Stephan Pusch überregional wohl nur den Wenigsten bekannt. Dann kam das Coronavirus nach Deutschland und der Kreis Heinsberg in NRW wurde zu einem der ersten echten Corona-Hotspots* in der Bundesrepublik. Ein Ehepaar, das sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, besuchte ohne Wissen von der Infektion eine Karnevalsveranstaltung und sorgte so für die Verbreitung des Virus.

NRW-Kommunalwahl: Stephan Pusch - Der Krisenmanager im Corona-Hotspot Heinsberg

Durch den daraus resultierenden Anstieg an Infizierten* rückte der Kreis Heinsberg genau so wie sein Landrat Stephan Pusch (CDU) deutschlandweit in den Fokus der Aufmerksamkeit. Pusch entwickelte sich, mit dieser in den letzten Jahrzehnten einzigartig Herausforderung konfrontiert, zum Krisenmanager.

Täglich informierte der 51-Jährige beispielsweise die Bevölkerung im Kreis Heinsberg über Videos auf Facebook, gab Pressekonferenzen mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), vertrat die Interessen seines Kreises in Talkshows und stelle Forderungen an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dabei wurde der Kreis Heinsberg auch zur Kulisse der gleichnamigen von Hendrick Streeck durchgeführten Heinsberg-Studien, die mehr Aufschluss über das Coronavirus bringen sollten.

NRW-Kommunalwahl in Heinsberg: CDU-Mann Pusch erzielt Traumergebnis

Bei den Bürgern im Landkreis kam das Krisen-Management von Stephan Pusch aber offenbar mehr als gut an. Das kann man zumindest aus den Hochrechnungen der Kommunalwahlen 2020 in NRW herauslesen. Pusch, der seit 2004 im Amt ist, stand auch in diesem Jahr wieder zur Wahl und fährt wohl einen Erdrutschsieg ein. Obwohl Pusch bei der vergangenen Wahl mit 59,92 Prozent bereits ein sehr starkes Ergebnis einfahren konnte, verhalf ihm wohl nicht zuletzt sein Krisenmanagement in der Corona-Krise zu einer deutlichen Steigerung.

Kommunalwahl in NRW 2020: Krisenmanager Pusch erhält fast 80 Prozent

79,82 Prozent der Wählerstimmen entfielen demnach auf den CDU-Mann bei 240 von 242 eingetroffenen Schnellmeldungen. Damit liegt Stephan Pusch aktuell nicht nur deutlich über der absoluten Mehrheit, sondern auch über 70 Prozent vor seinem Konkurrenten Ralf Derichs von der SPD (8,19 Prozent). Pusch bleibt den Bürgern von Heinsberg so also auch für die nächsten sechs Jahre als Landrat erhalten. (fd)

Erschreckende Nachrichten am Rande der Kommunalwahl: In Stolberg in Nordrhein-Westfalen kam es zu einem mutmaßlich islamistischen Messer-Angriff. Die Messer-Attacke soll wohl in Zusammenhang mit der NRW-Wahl stehen.

*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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