Präsident reagiert auf Todesfälle

Heroinkrise in den USA: Trump ruft Gesundheitsnotstand aus

In seiner noch jungen Amtszeit sieht sich US-Präsident Donald Trump mit einem gewaltigen Drogenproblem konfrontiert
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In seiner noch jungen Amtszeit sieht sich US-Präsident Donald Trump mit einem gewaltigen Drogenproblem konfrontiert.

Durchschnittlich etwa 91 Tote pro Tag: Die Ausmaße der Drogen-“Epidemie“ in den USA sind verheerend. Diese Situation ruft nun Präsident Donald Trump auf den Plan.

Washington - US-Präsident Donald Trump hat angesichts des gravierenden Heroin- und Opioidmissbrauchs in den Vereinigten Staaten einen nationalen Gesundheitsnotstand verhängt. Es handele sich um die schlimmste Drogenkrise in der amerikanischen Geschichte, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus in Washington.

In den USA sterben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC jeden Tag im Schnitt 91 Menschen an einer Opioid-Überdosis. Neben Heroin gehören dazu auch Mittel, die als Medikamente eingesetzt werden.

Im Jahr 2015 gab es insgesamt rund 52.000 Drogentote, 33.000 von ihnen hatten Opioide genommen. Nach vorläufigen Angaben stiegen die Zahlen 2016 weiter an.

Notstand setzt keine zusätzlichen Gelder frei

Zusätzliches Geld wird mit der Verhängung des Gesundheitsnotstands nicht zur Verfügung gestellt. Stattdessen sollen Mittel aus bestehenden Töpfen umgeschichtet werden und besonders schlimm betroffene Bundesstaaten mehr Spielraum bekommen. Das Gesundheitsministerium will zudem Stellen schneller besetzen, um Staaten personell zu unterstützen.

Viele Abhängige sind über verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycodon in die Heroinsucht gerutscht. Seit den 1990er Jahren wurden die Medikamente in den USA sehr freizügig verschrieben. Studien hatten Hinweise geliefert, dass die Suchtgefahr gar nicht so groß sei. Das ist inzwischen widerlegt.

Anteil an dieser bedenklichen Entwicklung in Nordamerika haben Verbrechersyndikate aus Mexiko, die auch weite Teile des Drogengeschäfts in den Vereinigten Staaten kontrollieren.

Video: Donald Trump wird mit russischen Fähnchen beworfen

dpa

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