Nancy Faeser

Hessische SPD-Chefin erhält „NSU 2.0“-Brief

Neuer „NSU 2.0“-Brief
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Die hessische SPD-Vorsitzende Nancy Faeser.

Jahrelang hat es vor allem in Hessen Drohschreiben eines „NSU 2.0“ gegeben, ehe im Mai ein Verdächtiger festgenommen wurde. Nun ist ein neuer Brief mit der gleichen Unterzeichnung aufgetaucht.

Frankfurt/Main (dpa) - Die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser hat einen mit „NSU 2.0“ unterschriebenen Brief erhalten. Das teilte die Politikerin am Samstag auf Twitter mit.

Der Brief, der ein weißes Pulver enthielt, sei an Faeser adressiert gewesen und am Freitag im Wahlkreisbüro in Hofheim am Taunus eingegangen, sagte ein SPD-Sprecher am Samstag. Ein Mitarbeiter habe den Umschlag geöffnet und die Polizei alarmiert. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet. Nach Angaben des Landeskriminalamtes stellte sich die weiße Substanz als unbedenklich heraus. Details zum Inhalt des Schreibens oder den Hintergründen nannte die Behörde nicht. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf.

Faeser teilte auf Twitter mit „Meiner Familie und mir geht es gut. Klar ist: ich werde mich niemals einschüchtern lassen und weiter entschlossen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus kämpfen.“

Anfang Mai war der mutmaßliche Täter der Serie rechtsextremer Drohschreiben „NSU 2.0“ festgenommen worden. In den Schreiben hatten unter anderem die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz, die Linken-Vorsitzende Janine Wissler und die Kabarettistin Idil Baydar Todesdrohungen gegen sich und ihre Angehörigen erhalten. Im Fall der drei Frauen wurden persönliche Daten von Polizeirechnern abgerufen. Mit der Unterschrift „NSU 2.0“ stellten die Schreiben einen Bezug zur Terrorzelle NSU her. Die Adresse des SPD-Wahlkreisbüros in Hofheim ist frei zugänglich.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-703423/2

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