Beweisfotos

Israel: Hisbollah kämpft in Syrien mit Transportpanzern aus USA

Tel Aviv - Die radikal-islamische Hisbollah soll nach israelischen Informationen im Syrien-Krieg mit Transportpanzern aus den USA kämpfen. Israel verfüge über Beweisfotos.

Das sagte ein ranghoher israelischer Militär am Mittwoch bei einem Gespräch mit Journalisten im Armeehauptquartier. Die Kampffahrzeuge seien ursprünglich von den USA an die libanesische Armee geliefert worden. Die vom Iran finanzierte Schiitenmiliz Hisbollah kämpft in Syrien an der Seite des Assad-Regimes.

Es sei unklar, wie Hisbollah genau in den Besitz der Transportpanzer gekommen sei, aber er gehe von einem „Deal“ mit der libanesischen Armee aus. Die Hisbollah baue ihren Einfluss in libanesischen Institutionen immer weiter aus, sagte der ranghohe Offizier. Nach seinen Informationen verfügt die Miliz über rund 30 000 Mitglieder, davon etwa die Hälfte aktive Kämpfer. Seit 2011 habe die Hisbollah im Syrien-Krieg 1700 Kämpfer verloren, rund 6000 seien verletzt worden.

„Aus israelischer Sicht sind strategische Waffensysteme in den Händen der Hisbollah ein Problem“, sagte der israelische Repräsentant. Sie könnten in einem künftigen Krieg gegen Israel eingesetzt werden. Wegen der engen Verbindungen zwischen Hisbollah und libanesischer Armee sollten bestimmte Waffen nicht an den Libanon geliefert werden, meinte er.

Die Hisbollah sei durch die Kämpfe in Syrien geschwächt, aber gleichzeitig reicher an Kampferfahrung und baue ihr Waffenarsenal gegen Israel ständig aus, sagte er. Israel und die Hisbollah hatten sich 2006 einen einmonatigen Krieg geliefert.

dpa

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