Hölzel: "Wir sind erzürnt"

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Andreas Hoelzel Foto: Privat

Zum Thema "(Nicht)Verkauf von städtischem Wald" erreichte uns folgende Pressemitteilung der FWG:In Anbetracht der Tatsache; dass die Kreiss

Zum Thema "(Nicht)Verkauf von städtischem Wald" erreichte uns folgende Pressemitteilung der FWG:

In Anbetracht der Tatsache; dass die Kreisstadt Eschwege laut ihrem Stadtkämmerer "kaum noch handlungsfähig" sei, ist die ablehnende Haltung der Parlamentsmehrheit um den Verkauf von Teilflächen Eschweger Mischwaldes nicht hinnehmbar und wird von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) scharf kritisiert.

Die Mehrheitskoaltion (SPD & Grüne) sowie die Linken im Eschweger Stadtparlament haben sich vergangenem Donnerstagabend gegen einen Verkauf von, für die Kommune nicht wichtigem Land, entschlossen.

Bei dem zum Verkauf in Frage kommenden Wald handelt es sich nicht um große zusammenhängende Flächen, schon gar nicht über die Filetstücke, über die Eschwege verfügt, sondern vielmehr um Teilbereiche und Mischwald mit einem für die Stadt zur Zeit nicht ertragreichem Baumbestand, sondern um einen Bestand, der derzeitig überwiegend nur Kosten verursacht.

Dem Bilanz-, Buchwert von 300.000 Euro stehen Gebotswerte in Summe von 500.000 Euro gegenüber. Eine halbe Mio. Euro welche dringend von der überschuldeten Stadtkasse als liquide Mittel zum Abbau von Schulden und uns somit von Zinsen und Abtrag entlasten, für deren Tilgung bereits heute schon Kredit aufgenommen wird. Wir befinden uns in der Schuldenschraube, die sich dramatisch schnell zudreht.

Mit dem Verkaufserlös wären wir ein Stück weit besser für die Finanzierung der Gegenwart und der nahen Zukunft gerüstet. Die FWG verweist auf die geplanten, teils sinnigen Bau- und Sanierungsvorhaben der Kreisstadt hin. Hochwassersicherung Albungen, Parkhaus Schlossplatz, Dorferneuerungsprogramm, Sanierungsgebiet Stadtbahnhof – Friedrich Wilhelm Str. . Sowie teils den unsinnigen wie Markt- und Schlossplatzumgestaltung, Verzahnung Werra und Innenstadt., Sanierung statt Neubau Stadthalle etc. . Das alles verschlingt viel Geld.

Was aber die Freien Wähler erzürnt, ist die Tatsache, dass man sich im Vorfeld bei der Diskussion um die Haushaltskonsolidierung über diverse Veräußerung städtischen Vermögens nahezu parteiübergreifend einig war.

Sobald es darum geht, dieses Ansinnen in die Praxis umzusetzen, werden die zuvor gemachten Willensbekundungen Makulatur. In diesem Zusammenhang werfen die FWG auch den Koalitionären SPD und Grünen vor, sich "kaufmännisch unanständig" verhalten zu haben.

Kritisiert wird von der FWG, dass ein Bieterverfahren für die erwähnten Waldflächen seitens der Verwaltung in Gang gesetzt wurde. Expertisen, Verhandlungen, Gebote, Nachverhandlungen sowie Nachgebote signalisierten ehrliche Verkaufsabsichten seitens der Stadt.

Dann sind die Bieter mit der jüngsten Parlamentsentscheidung gegen den Verkauf sämtlicher Waldflächen geradezu vor den Kopf gestoßen worden. Damit lassen sich die städt. Gremien als Verkäufer äußerst unseriös dar stehen.

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