„Das war diskriminierend“ 

Horst Seehofer packt aus: Der CSU-Chef wurde als Kind gehänselt 

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Erst kürzlich machte Horst Seehofer erneut auf sich aufmerksam, indem er härtere Töne im Umgang mit der Türkei forderte.

Horst Seehofers Mitschüler verpassten dem heutigen CSU-Chef wegen seiner Größe und Kleidung offenbar  einen gemeinen Spitznamen. 

München - CSU-Chef Horst Seehofer (68) wurde in seiner Schulzeit „Lulatsch“ genannt. „Das war einerseits lustig, andererseits diskriminierend“, sagte der bayerische Ministerpräsident der in München erscheinenden „Abendzeitung“ (Donnerstag). Er sei damals ein spindeldürrer Schüler gewesen. „Besonders die Größe war eher außergewöhnlich. Ich hatte immer Hochwasserhosen, weil meine Mutter nicht dauernd die Hose wieder auslassen wollte, was zu Hänseleien führte.“

Seehofer enthüllt ein weiteres, wenig schmeichelhaftes Detail

Darüber hinaus bekannteHorst Seehofer, für seine Frau Karin seit vielen Jahren nicht mehr gekocht zu haben. „Also nicht in diesem Jahrzehnt“, sagte er. „Mei, ich kann's einfach nicht. Und meine Frau kocht super, warum sollte ich da ihre Kreise stören.“

Seehofer kann sich keine Koalition mit den Grünen mehr vorstellen

In dem Gespräch kam der CSU-Chef natürlich auch auf die anstehende Bundestagswahl zu sprechen und erklärte, dass er sich nicht zuletzt wegen des Streits um die Zukunft der Verbrennungsmotoren nach der Bundestagswahl keine Koalition mit den Grünen mehr vorstellen kann. „Ich habe in den letzten Wochen und Monaten zwischen den Zeilen immer wieder angedeutet, man könnte auch mit den Grünen reden, sondieren. Aber das haben die jetzt kräftig verspielt“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Abendzeitung“ (Donnerstag). Als weitere Gründe nannte er die Steuerpolitik der Grünen sowie die Meinungsdifferenzen bei der Zuwanderung und der inneren Sicherheit - „das können wir nicht machen“.

Dagegen sieht Seehofer die FDP um Parteichef Christian Lindner weiter als einen potenziellen Koalitionspartner. „Der ist auch nicht einfach, aber da gibt es wenigstens in den wichtigsten Punkten Übereinstimmungen.“

dpa

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