„Weil es nur eines gibt, was uns wirklich spalten darf“

Im Asylstreit: McDonald‘s erlaubt sich Spaß mit Merkel und Seehofer

"Weil es nur eines gibt, was uns wirklich spalten darf
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"Weil es nur eines gibt, was uns wirklich spalten darf

Wenn Werbung politisch wird: In einem neuen Anzeigenmotiv nimmt die Fastfood-Kette McDonald‘s im Asylstreit die Kontrahenten Merkel und Seehofer aufs Korn.

München - Der Asyl-Streit hält die Regierung in Berlin in Atem - und mit ihr halb Deutschland. Da werden sogar Burger mal politisch: In einer neuen Kampagne will sich McDonald‘s mit dem Thema Zusammenhalt, Vielfalt und Dialog auseinander setzen. Mit dem aktuellen Werbemotiv übt das Unternehmen aber auch Kritik an der momentanen Politik in Deutschland.

Aufgehängt hat die Fast-Food-Kette ihre Stichelei gegen die Streithähne Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CDU) an einer kleinen Zutat. Cheeseburger mit oder ohne Essiggurke? Bei dieser Frage gehen die Meinungen von McDonald‘s-Kunden weit auseinander. Während die einen auf die saure Beilage in ihrem Burger schwören, entfernen andere Kunden als erste Handlung nach dem Kauf die Gurke von ihrem Burger.

McDonald‘s Anzeige als Kritik an der Politik

Genau hier zieht das Unternehmen mit einem Augenzwinkern eine Parallele zum Asylstreit. Auf einem Foto sind Bundeskanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer zu sehen. „Weil es nur eines gibt, was uns wirklich spalten darf: Die Essiggurke“ ist zwischen den beiden zu lesen. Von „Spaltung“ war mit Blick auf die traditionelle Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU zuletzt schon häufiger die Rede.

"Die Menschen sind so verschieden, wie ihre Geschmäcker. Wir finden das gut, denn Vielfalt bereichert. Das sehen wir auch bei McDonald's in Deutschland, wo Menschen aus 125 Nationen friedlich miteinander arbeiten", erklärt Philipp Wachholz, Unternehmenssprecher von McDonald's Deutschland. Auch wenn man mal unterschiedliche Meinungen habe, sei es entscheidend, dass man weiterhin im Gespräch bleibe und auf Zusammenhalt setze.

„Man kann und darf anderer Meinung sein“

Die Anzeige wurde in den Printausgaben mehreren Zeitungen geschalten, darunter Welt, Bild und die Berliner Zeitung. Im Kleingedruckten unter dem Motiv von Merkel und Seehofer steht: „Man kann und darf anderer Meinung sein. So wie bei unserem Cheeseburger. [...] Die Menschen sind eben so verschieden wie ihre Geschmäcker. Wir finden das gut. Darum ist bei uns jeder willkommen - ganz egal, wo man herkommt, woran man glaubt, wen man liebt, wie alt man ist oder was man gelernt hat.“

tf

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