,Interessenten stehen schon in den Startlöchern’

Stadt Sontra will Kasernengelände erwerbenSontra. Die Abstimmung war fast nur noch Formsache: Lediglich mit einer Enthaltung stimmten die Abgeordnete

Stadt Sontra will Kasernengelände erwerben

Sontra. Die Abstimmung war fast nur noch Formsache: Lediglich mit einer Enthaltung stimmten die Abgeordneten des Sontraer Parlamentes in ihrer außerordentlichen Sitzung zu, dass die Stadt das Kasernengelände des ehemaligen Husarenkaserne kaufen darf und verabschiedeten auch gleich den entsprechenden Nachtragshaushalt.

Auch auf die Bedenken der stets umweltwachsamen Grünen konnte Bürgermeister Karl Heinz Schäfer zufrieden stellend antworten. Marco Locorotondo fragte nach, was passieren würde, wenn auf dem Kasernengelände Altlas­ten gefunden werden. Schäfer zählte alle neuralgischen Punkte, wie die Ölwechselrampe und die Heizungseinfüllstutzen auf und bemerkte dazu: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort so herumgesaut wurde, dass hunderte Liter Öl in das Erdreich geflossen wären, welche jetzt entsorgt werden müssten".Und wer die Gebäude auf dem Gelände kenne, der wisse, dass diese in den achtziger Jahren saniert und des Wärmeschutzes wegen neu ummauert wurden – so sei die Verkehrssicherungspflicht für die Stadt Sontra hier überhaupt kein Problem, erläuterte der Bürgermeister. Das Gelände sei schließlich keine mit Munition verseuchte Fläche, wie in Hirschhagen, wo unmittelbar Schadstoffe in den Boden gelangen konnten.Andreas Trube von der CDU-Fraktion lobte den Bürgermeister und die Stadtverwaltung für die superschnelle Reaktion auf die Einflüsse von außen: Wenn es um die Entwicklung der Stadt Sontra ginge, dann dürfe man nicht so hasenfüßig sein, eine gewisse Portion Mut gehöre dazu, so Trube. Denn wenn sich eine solche Chance biete, dann müsse man die Gelegenheit einfach beim Schopf packen. So stellte sich denn auch die CDU-Fraktion voll und ganz hinter die positive Entscheidung Sontras.Für die gesamte Fläche wird die Stadt Sontra jetzt rund 400.000 Euro zahlen, dass seien weniger als zwei Euro pro Quadratmeter, einschließlich aller darauf stehenden Gebäude: "Vor einiger Zeit hätten wir noch das Vierfache davon bezahlen müssen", freute sich der Bürgermeister darüber, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) inzwischen weniger für das Gelände haben möchte.

Investoren stünden quasi auch schon in den Startlöchern, versicherte Karl-Heinz Schäfer. Die Nachfrage sei da, und wenn die Erschließung des Geländes durch die Stadt – die ohnehin von der Stadt geleistet werden muss, auch wenn jemand Anderes das Kasernengelände gekauft hätte – mit Hilfe der Wirtschaftsförderung geschafft sei, dann kämen die künftigen Interessenten zum Zug.Auch Vertreter der heimischen Gewerbetreibenden hätten schon angefragt, freute sich der Bürgermeister über das rege Interesse. Den Kaufpreis wolle die Stadt über den kleinparzelligen Verkauf der dann erschlossenen Grundstücke wieder hereinbekommen.

Viele interessierte Bürger saßen in der öffentlichen Sitzung und verfolgten Debatte und Abstimmung aufmerksam.

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