Attacke aus Hochzeitsgesellschaft

Selbstmordanschlag im Irak fordert mindestens 30 Opfer

Falludscha - 30 Menschen sind im Irak bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen. Ziel der Attacke war eine Hochzeitsgesellschaft. Weitere Opfer sind zu befürchten.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der irakischen Stadt Falludscha sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Anschlag am Donnerstag sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, bestätigte ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte. Bei dem Attentat in Falludscha, westlich der Hauptstadt Bagdad, seien zudem 45 Menschen verletzt worden. Die Opferzahl könnte aufgrund vieler Schwerverletzter noch steigen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Zu ähnlichen Taten bekannte sich in der Vergangenheit die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die im Sommer von der irakischen Armee und Verbündeten aus der Stadt vertrieben worden war. Durch Selbstmordattentate vor allem auf Schiiten wurden in den vergangenen Monaten Hunderte Menschen vor allem in Bagdad getötet. Die Dschihadisten stehen nicht erst seit dem Beginn der Offensive auf ihre Hochburg Mossul vor einem Monat massiv unter Druck.

Angriffe auf IS-Hochburg Mossul laufen

Die irakische Armee, kurdische Peschmerga und lokale Milizen hatten vor einem Monat eine Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul begonnen. Sie nahmen das Gebiet östlich der Großstadt größtenteils ein und drangen auch in erste Stadtviertel vor.

Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte wiederholt angekündigt, den IS noch in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen. Im Sommer hatte die irakische Armee die bedeutende Stadt Falludscha aus den Händen der Terrormiliz zurückerobert.

Der Islamische Staat setzt Selbstmordattentäter, Autobomben und Scharfschützen gegen die Soldaten ein. Militärangaben vom Donnerstag zufolge tötete der IS nahe Mossul 31 Zivilisten. Die Dschihadisten hätten ein kürzlich von irakischen Streitkräften befreites Viertel am östlichen Stadtrand beschossen und dabei die Unbeteiligten getroffen, sagte Oberst Durid Said am Donnerstag. Unter den Toten seien acht Kinder.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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