US-Präsident wirf Iran Lügen vor

Iran-Konflikt eskaliert: Trump droht: „Sind bereit für das schlimmste Szenario“

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Iran stoppt unter britischer Flagge fahrenden Öltanker.

Die Lage im Persischen Golf spitzt sich dramatisch zu. Der Iran hält die Besatzung eines britischen Tankers fest. Großbritannien plant eine Seeschutzmission. Trump droht, will aber auch Vernunft walten lassen.

Update vom 29. Juli, 11.33 Uhr: Im Atomstreit mit dem Iran ist weiter keine Lösung in Sicht: Eine Konferenz der verbleibenden Unterzeichnerländer des Atomabkommens mit dem Iran endete am Wochenende ohne Einigung - nun droht der Iran mit neuen Verstößten gegen das Papier.

Iran-Konflikt eskaliert - Trump droht: „Sind bereit für das schlimmste Szenario“

10.46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran angesichts zunehmender Spannungen erneut mit Konsequenzen gedroht. „Wir sind bereit für das absolut schlimmste Szenario - und wir sind auch bereit dafür, Vernunft walten zu lassen“, sagte Trump am Montag in Washington. „Es könnte sehr leicht in beide Richtungen gehen.“ Trump beklagte: „Es fällt mir zunehmend schwer, einen Deal mit dem Iran zu wollen, weil sie sich sehr schlecht benehmen.“ Er betonte aber auch, er wolle sich zunächst zurücklehnen und abwarten. Der Iran stecke wirtschaftlich und politisch in großen Schwierigkeiten.

Der US-Präsident warf dem Iran vor, Lügen zu verbreiten. „Sie lügen viel“, sagte er. Die USA hätten vor wenigen Tagen eine iranische Drohne vernichten müssen. Teheran behaupte aber, dies sei nicht passiert. Dabei gebe es ausreichend Beweise. „Schauen Sie auf dem Meeresboden nach“, sagte er an die Adresse anwesender Journalisten. „Nehmen Sie Ihre Tauchausrüstung und gehen Sie da runter.“

Der US-Präsident sagte erneut, auch die CIA-Geschichte, die Teheran verbreite, treffe nicht zu. Dies seien nichts als Lügen und Propaganda. Der Iran hatte am Montag mitgeteilt, man habe ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen drohe die Todesstrafe.

Tanker-Konflikt eskaliert: Großbritannien plant Seeschutzmission - Iran droht mit Todesstrafe

Update vom 23. Juli 2019, 8.33 Uhr: Die Festsetzung des unter britischer Flagge fahrenden Tankers „Stena Impero“ durch den Iran am Freitag hatte die Spannungen mit Teheran massiv verstärkt. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat sich für normale Beziehungen mit Großbritannien ausgesprochen - und sich mit einer Botschaft an den wahrscheinlich künftigen neuen britischen Regierungschef Boris Johnson gewandt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

„Es ist sehr wichtig für Boris Johnson, wenn er in die Downing Street einzieht, zu verstehen, dass der Iran keine Konfrontation sucht“, sagte Zarif am Montag bei einem Besuch in Nicaragua.

Der Iran wolle „normale Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt gründen“, sagte Zarif. Er antwortete damit auf eine Frage von Reportern, ob er eine Botschaft für Johnson habe.

Konflikt eskaliert: Großbritannien plant Seeschutzmission - Iran droht mit Todesstrafe

Die News vom 22. Juli 2019:

19.45 Uhr: Nach den Tankervorfällen in der Straße von Hormus will Großbritannien eine von europäischen Ländern angeführte Seeschutzmission in der Region auf den Weg bringen. Dieser angedachte Einsatz solle Schiffe schützen, die durch die für den internationalen Handel wichtige Meerenge fahren, sagte der britische Außenminister Jeremy Hunt am Montag im Unterhaus in London. Diskussionen darüber würden im Laufe der Woche mit anderen Ländern fortgeführt. Hunt sagte zu dem Vorfall, das iranische Vorgehen sei ein Akt „staatlicher Piraterie“ gewesen.

Hunt hatte zuletzt aber auch klargemacht, dass es Großbritannien um Deeskalation gehe. Britischen Medienberichten zufolge erwog die britische Regierung allerdings auch Strafmaßnahmen gegen den Iran.

Konflikt eskaliert: Iran deckt wohl CIA-Netzwerk auf - Jetzt droht Agenten die Todesstrafe

16.05 Uhr: Nach der Beschlagnahmung eines britischen Tankers durch den Iran sieht US-Außenminister Mike Pompeo andere Länder in der Pflicht, für die Sicherheit ihrer Schiffe zu sorgen. „Die Vereinigten Staaten tragen eine Verantwortung für unseren Teil, aber die Welt muss auch einen großen Beitrag dazu leisten, dass diese Seewege offen bleiben“, sagte Pompeo am Montag in einem Interview des Senders Fox News. Was der Iran mache, komme Piraterie gleich.

Am vergangenen Freitag hatten die Iranischen Revolutionsgarden den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormus gestoppt. Auf die Frage des Moderators, welche Rolle die USA dabei hätten, das Schiff zurückzubekommen, erklärte Pompeo, es sei in erster Linie die Verantwortung Großbritanniens, sich um seine Schiffe zu kümmern.

Zur Darstellung des Irans, ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt zu haben, wollte der US-Außenminister sich nicht direkt äußern. Er deutete aber an, dass er Zweifel an den Angaben hat. Es liege in der Natur der Führung in Teheran, „die Welt anzulügen“, erklärte Pompeo. Man müsse solche Angaben mit großer Vorsicht genießen.

Iran-Krise: May bei Treffen des Nationalen Sicherheitsrats dabei

12.21 Uhr: Nach den Tankervorfällen in der Straße von Hormus ist Großbritanniens Nationaler Sicherheitsrat (Cobra) am Montag zu einem weiteren Treffen zusammengekommen. Diesmal ist auch Premierministerin Theresa May dabei, nachdem sie an zwei ersten Cobra-Zusammenkünften am Wochenende nicht persönlich teilgenommen hatte. Die Regierungschefin sollte bei dem dritten Treffen auf den aktuellen Stand zur Situation in der Golfregion gebracht werden.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt wollte das Unterhaus in London noch am Nachmittag über den Konflikt mit dem Iran informieren. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums prüft die Regierung eine „Reihe von Optionen“. Britischen Medienberichten zufolge wird erwogen, Vermögen des iranischen Staates einzufrieren.

Verteidigungsstaatssekretär Tobias Ellwood betonte am Montag in einem Interview mit dem Fernsehsender ITV, dass es sich nicht nur um ein britisches Problem handele. Auch Tanker der USA seien zuvor attackiert worden. „Das ist etwas, was uns alle betrifft. Das erfordert eine internationale Kooperation.“

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Konflikt eskaliert: Iran deckt wohl CIA-Netzwerk auf - Jetzt droht Agenten die Todesstrafe

9.40 Uhr: Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Iran aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstes am Montag. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen droht die Todesstrafe.

Auch einige europäische und asiatische Länder sollen bei den CIA-Einsätzen gegen den Iran mitgewirkt haben. Mehr Details zu dem Fall sollen demnächst öffentlich gemacht werden, sagte der Offizielle in einem Presse-Briefing im Kultusministerium.

Iran-Krise: Ölpreise Steigen an

08.04 Uhr: Die Ölpreise sind am Montag gestiegen und haben damit an die deutlichen Gewinne vom Freitag angeknüpft. Preistreiber am Ölmarkt bleibt die Sorge vor einer Eskalation der angespannten Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,49 US-Dollar. Das waren 1,02 Dollar mehr als am Freitagabend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 43 Cent auf 56,06 Dollar.

Iran-Krise: Großbritannien plant Strafmaßnahmen gegen Iran

Update vom 22.Juli 2019, 7.33 Uhr: Der Iran muss in der Tankerkrise mit britischen Strafmaßnahmen rechnen. Die Regierung prüft nach den Angaben von Verteidigungsstaatssekretär Tobias Ellwood eine „Reihe von Optionen“ und will diese am Montag bekanntmachen. Seit die iranischen Revolutionsgarden einen Ölfrachter unter britischer Flagge in ihrer Gewalt haben, schaukelt sich der Konflikt hoch. US-Präsident Donald Trump will sich eng mit Großbritannien abstimmen und schickt zur Abschreckung Soldaten nach Saudi-Arabien. Außenminister Heiko Maas (SPD) befürchtet den Ausbruch eines Krieges in der Region.

Die Krise trifft Großbritannien in innenpolitisch turbulenten Zeiten angesichts des ungelösten Brexits und des Rücktritts der konservativen Regierungschefin Theresa May. Vermutlich übernimmt der in der eigenen Partei umstrittene frühere britische Außenminister Boris Johnson am kommenden Mittwoch Mays Posten.

Der iranische Botschafter in Großbritannien, Hamid Baeidinedschad, schrieb am Sonntag beim Kurznachrichtendienst Twitter, es gebe politische Kreise in London, die Spannungen jenseits des Tankerstreits wollten. Dies sei gefährlich und unklug. „Der Iran bleibt jedoch entschlossen und ist auf alle möglichen Szenarien vorbereitet“, so der Diplomat.

Iran-Krise: Britisches Schiff als Vergeltung festgesetzt? Maas warnt vor „Krieg“

Update vom 21. Juli, 20.32 Uhr: Nach der Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran ist die Lage in der Golfregion weiter angespannt. Zwar bekräftigte London, den Streit um die Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran nicht eskalieren lassen zu wollen, zugleich kündigte die Regierung aber für Montag weitere Maßnahmen an. Der Iran blieb derweil bei seiner Haltung. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mahnte, es gehe darum, Krieg zu verhindern.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif verteidigte die Festsetzung der „Stena Impero" in der Meerenge von Hormus als rechtmäßige Anwendung internationalen Seerechts. Der Iran wirft dem britischen Tanker vor, in der Straße von Hormus mit einem iranischen Fischkutter zusammengestoßen zu sein und gegen internationale Schifffahrtsregeln verstoßen zu haben.

Audioaufnahmen von einem Austausch von Funksprüchen zwischen iranischen Revolutionsgarden, der "Stena Impero" und einer Fregatte der britischen Marine legen nahe, dass der britische Tanker in internationalen Gewässern aufgebracht wurde. Die Aufnahmen, deren Echtheit das britische Militär bestätigte, geben ansonsten aber kaum Aufschlüsse über die Geschehnisse.

Womöglich ist die Beschlagnahmung Vergeltung für die andauernde Festsetzung eines iranischen Tankers im britischen Überseegebiet Gibraltar. Der iranische Parlamentspräsident, Ali Laridschani, sagte der Nachrichtenagentur Isna mit Blick auf Großbritannien, sie „haben gestohlen und eine Antwort erhalten".

Iran-Krise: Besatzung von britischem Schiff festgesetzt - Bundesregierung schaltet sich ein

15.41 Uhr: Der vom Iran festgesetzte, britische Öltanker ist nach einem Bericht des Nachrichtensenders Sky News in den Gewässern des Omans gestoppt worden. Die britische Verteidigungsministerin Penny Mordaunt habe den Vorfall daher als „feindliche Handlung“ eingestuft, berichtete Sky News weiter. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den Bericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag nicht kommentieren.

Der britische Nationale Sicherheitsrat (Cobra) plante für den Nachmittag ein zweites Treffen in London. Außenminister Jeremy Hunt hatte dem Iran mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, schloss aber Militäraktionen aus. Der vom Iran festgesetzte Öltanker „Stena Impero“ fuhr unter britischer Flagge in der Straße von Hormus. Der Tanker soll laut Teheran internationale Vorschriften nicht beachtet haben.

Auch der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker „Mesdar“ des britischen Unternehmens Norbulk Shipping UK war in Richtung Iran abgedrängt worden. Die „Mesdar“ ist aber wieder freigegeben.

Iran-Krise: Besatzung von britischem Schiff festgesetzt - Bundesregierung schaltet sich ein

10.50 Uhr: Die Bundesregierung hat den Iran zur unverzüglichen Freigabe des in der Meerenge von Hormus beschlagnahmten Tankers aufgefordert. Das Auswärtige Amt in Berlin rief den Iran am Samstag nachdrücklich auf, die „Stena Impero" und ihre Besatzung unverzüglich freizugeben. „Eine weitere regionale Eskalation wäre sehr gefährlich", erklärte ein Ministeriumssprecher.

9.52 Uhr: Nach der Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran rät Großbritannien britischen Schiffen, die Straße von Hormus vorerst zu meiden. Britische Schiffe sollten die Gewässer um die Straße von Hormus vorläufig nicht durchqueren, teilte die britische Regierung am Samstag mit. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Freitag den britischen Tanker „Stena Impero" in der Meerenge am Persischen Golf beschlagnahmt.

9.22 Uhr: Die Besatzung des im Iran festgesetzten britischen Öltankers „Stena Impero“ darf das Schiff bis Ende der Untersuchungen nicht verlassen. Das gab ein Sprecher der Hafenbehörde in Bandar Abbas in Südiran am Samstag bekannt. Von den 23 Besatzungsmitgliedern seien 18 aus Indien und fünf aus Russland, den Philippinen und Lettland, sagte der Sprecher Morad Afifipur der Nachrichtenagentur Isna.

Iran-Krise: Zwei britische Schiffe im Persischen Golf aufgebracht - „ernsthafte Konsequenzen“ angekündigt

8.26 Uhr: Der in der Straße von Hormus festgesetzte britische Tanker ist nach iranischen Angaben in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas vor Anker gegangen. Er habe dort nach einem Zusammenstoß mit einem Fischerboot angelegt, teilte die Hafen- und Schifffahrtsbehörde der iranischen Provinz Hormosgan am Samstag mit. Die „Stena Impero" sei mit einem Fischerboot kollidiert, sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur Fars. An Bord befänden sich weiterhin die 23 Besatzungsmitglieder.

Der schwedische Eigner der „Stena Impero" sprach von einem Angriff gegen das Schiff. Es sei in der Straße von Hormus in internationalen Gewässern „von nicht identifizierten kleinen Schiffen und einem Hubschrauber angegriffen" worden, teilte die Geschäftsführung von Stena Bulk und Northern Marine mit.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt nannte die Festsetzungen der Schiffe „inakzeptabel". Der Iran müsse mit ernsthaften Konsequenzen rechnen, wenn der Konflikt nicht schnell gelöst werde.

Update vom 20. Juli 2019, 6.13 Uhr: Angesichts der Spannungen am Persischen Golf hat Saudi-Arabien die Stationierung von US-Soldaten in dem Königreich genehmigt. König Salman habe der Truppen-Stationierung zugestimmt, um die Sicherheitskooperation mit den USA zu stärken, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Samstag. Es gehe um die Verteidigung der regionalen Sicherheit und Stabilität.

US-Medien hatten zuvor darüber berichtet, dass die Regierung von Präsident Donald Trump die Entsendung von bis zu 500 Soldaten nach Saudi-Arabien plane. Offiziell äußerte sich die Regierung in Washington bislang nicht dazu.

Lage im Iran-Konflikt spitzt sich  zu - das waren die Meldungen vom Freitag

Update 23.15 Uhr:  Der Iran hat den in der Straße von Hormus gestoppten Öltanker „Mesdar“ wieder freigegeben. Das teilte die britische Reederei NorbulkShipping UK am Freitagabend mit.

Update 22.30 Uhr: Der Iran hat am Freitag innerhalb kurzer Zeit zwei britische Tanker im Golf von Hormus aufgebracht. Nach der unter britischer Fahne fahrenden „Stena Impero“ wurde auch ein unter liberischer Flagge fahrender Tanker in Richtung Iran abgedrängt.

Nach Medienberichten soll es sich dabei um die „Mesdar“ der britischen Norbulk Shipping UK handeln. „Die Festsetzungen sind unakzeptabel“, sagte Außenminister Jeremy Hunt. Noch am Abend trat in London nach Medienberichten der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) zu Beratungen zusammen.

„Wir werden mit dem Vereinigten Königreich sprechen“, sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag vor Journalisten. Das Land sei in großen Schwierigkeiten, die Wirtschaft breche zusammen. „Es ist sehr einfach für uns, das noch viel schlimmer zu machen.“ Der Iran mache nichts als Ärger, erklärte Trump weiter.

Update 21.40 Uhr: Nach der Beschlagnahmung eines britischen Schiffs haben die USA dem Iran eskalierendes Verhalten gegen Großbritannien vorgeworfen. Die USA würden weiterhin mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten, „um unsere Sicherheit und Interessen gegen das bösartige Verhalten des Iran zu verteidigen“, fügte er hinzu. Die Regierung in London hatte sich unterdessen nach den Öltanker-Berichten ebenfalls alarmiert gezeigt.

Iran-Konflikt: Lage am Persischen Golf spitzt sich dramatisch zu - britischer Öltanker aufgebracht

Update 20.00 Uhr: Erneuter gefährlicher Zwischenfall im Persischen Golf. Am Freitagabend ist ein britischer Öltanker in der Straße von Hormus gestoppt worden. Die iranischen Revolutionsgarden teilten auf ihrer Website mit, dass der Tanker internationale Vorschriften nicht beachtet habe. Erst vor Kurzem wurde ein ausländischer Tanker vom Iran festgesetzt. 

Bei dem Schiff handelt es sich nach Angaben der Revolutionsgarden um die unter britischer Flagge fahrende „Stena Impero“. Das Schiff gehört der schwedischen Firma „Stena Bulk“. Das Unternehmen bestätigte den Zwischenfall und teilte mit, dass sich mehrere unbekannte kleinere Boote und ein Hubschrauber der „Stena Impero“ genähert hatten, als sich das Schiff in internationalen Gewässern befunden habe.

Das Unternehmen habe derzeit keinen Kontakt zur Besatzung des Schiffes. An Bord befinden sich nach Unternehmensangaben 23 Crew-Mitglieder. Es gebe keine Nachrichten über Verletzte. Man stehe in engem Kontakt zu den britischen Behörden. Das Schiff fahre inzwischen nach Norden in Richtung Iran.

Wie Daten der Internetseite Marine Traffic zeigen, verließ die „Stena Impero“ gegen 17.30 Uhr MESZ ihren Kurs, als sie die Straße von Hormus passiert hatte. Das Schiff war vom Hafen Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus auf dem Weg in Richtung Al-Dschubail in Saudi-Arabien. Zuletzt zeigten die Daten, dass sich das Schiff in Richtung der iranischen Insel Keschm befand.

Iran-Konflikt eskaliert: USA schießen iranische Drohne ab - doch Aussage sorgt für Verwirrung

Update vom 19. Juli 14.22 Uhr: Der unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien seit Anfang des Monats in Gibraltar an die Kette gelegte Supertanker wird mindestens bis Mitte August nicht wieder auslaufen dürfen. Die Öllieferung aus dem Iran soll gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen. Der Oberste Gerichtshof des britischen Überseegebiets am Südzipfel Spaniens ordnete am Freitag eine Verlängerung der Festsetzung um weitere 30 Tage bis zum 20. August an, wie die Regierung von Gibraltar mitteilte. Außerdem sei für den 15. August eine neue Anhörung anberaumt worden.

Hätte es diesen Justizbeschluss nicht gegeben, hätte man den Öltanker „Grace 1“ nur bis zum Sonntag festhalten dürfen. Der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder waren vorübergehend festgenommen worden, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Iran-Konflikt eskaliert: USA schießen iranische Drohne ab - doch Aussage sorgt für Verwirrung

Update vom 19. Juli, 7.13 Uhr: Bei dem festgesetzten ausländischen Tanker, den der Iran am Donnerstag vermeldete, handelt es sich um den Öltanker „Riah“. Das ist auf einem Video des iranischen Auslandsfernsehens Press TV zu sehen.

Das Signal von „Riah“ war am vergangenen Wochenende plötzlich vor der iranischen Küste verschwunden. Auf dem Video ist zu sehen, wie zwei Schnellboote die „Riah“ umkreisen. Nach Angaben der Webseite „Marine Traffic“ sendete der Öltanker zum letzten Mal am vergangenen Samstag seinen Standort südlich der iranischen Insel Keschm. Das Schiff wurde nach iranischen Angaben am Sonntag gestoppt. Wem der mit 68 Metern Länge relativ kleine Öltanker gehört, ist unklar.

Trump verkündet Drohnen-Abschuss - Iran weiß von nichts

Update 23.29 Uhr: Der Iran hat Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zufolge keine Kenntnis über eine angeblich vom US-Militär zerstörte Drohne. Iran habe keine Informationen über den Verlust einer Drohne, erklärte der Minister am Donnerstag am Sitz der Vereinten Nationen in New York. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor erklärt, die Mannschaft eines US-Marineschiffs habe in der Straße von Hormus eine iranische Drohne zerstört.

Derweil haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen "ausländischen Tanker" im Persischen Golf festgesetzt. Am Donnerstag veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten den Tanker "Riah", der unter der Flagge Panamas fährt. Das Schiff habe geschmuggeltes Öl von iranischen Booten zu ausländischen Schiffen bringen sollen, teilten die Revolutionsgarden mit. Bahrain kündigte an, eine Konferenz zur "Sicherheit in der See- und Luftfahrt" zu organisieren und "Wege zu finden, um die Bedrohung durch den Iran zu verringern".

Bahrain werde eine Konferenz veranstalten, "um die freie Schifffahrt in dieser strategischen Region sicherzustellen", teilte die staatliche Nachrichtenagentur BNA mit. Die Konferenz werde von Bahrain, den USA und Polen gemeinsam organisiert. Ein Datum nannte Bahrain nicht.

Iran-Konflikt eskaliert: USA schießen laut Donald Trump iranische Drohne ab

Erstmeldung: Die Mannschaft eines US-Marineschiffs hat nach Angaben von Präsident Donald Trump in der Straße von Hormus eine iranische Drohne zerstört. Die Drohne sei dem Schiff sehr nahe gekommen und habe die Sicherheit des Schiffes und seiner Crew bedroht, sagte Trump am Donnerstag. Mehrere Aufrufe, sich zurückzuziehen, seien ignoriert worden. Die Drohne sei sofort zerstört worden.

„Es ist die jüngste von vielen provozierenden und feindlichen Aktionen des Irans gegen Schiffe, die in internationalen Gewässern operieren“, erklärte der Republikaner. Die USA behielten sich das Recht vor, ihre Interessen, Einrichtungen und Mitarbeiter zu verteidigen. Er forderte andere Länder auf, Irans Vorgehen zu verurteilen.

Trump verkündet: USA zerstört Iran-Drohne, die Schiff bedrohte - Eskalation im Iran-Konflikt

Was nun droht, ist die endgültige Eskalation im Iran-Konflikt, in welchem sich die USA und Europa befinden. Die Lage in dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist extrem angespannt. In den vergangenen Wochen war es zu mehreren Zwischenfällen mit Tankern rund um die Straße von Hormus gekommen.

Die Straße von Hormus im Persischen Golf spielt eine entscheidende Rolle im Konflikt zwischen den beiden Ländern. Fast ein Drittel des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Im September vergangenen Jahres drohte der iranische Präsident Hassan Ruhani sogar mit einer Blockade. Der Konflikt mit dem Iran begann, weil Trump das Atom-Aufkommen zwischen den USA, der EU und dem Iran aufkündigte.

Der Publizist, Politik- und Islamwissenschaftler, Michael Lüders, warnte bereits vor Wochen in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ vor einer Eskalation

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Ein schwerer Zwischenfall über dem südkoreanischen Luftraum alarmiert die Streitkräfte des Landes. Ein russischer Bomber soll in den Luftraum vor der Ostküste eingedrungen. Es fallen Schüsse.

Donald Trump sorgte nun unfreiwillig für Aufsehen, weil er unbemerkt in eine vermeintliche „Siegel-Falle“ getappt ist und vor einem gefälschtem Präsidentensiegel mit russischem Adler aufgetreten ist. 

dpa

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