UN-Treffen in New York

Iran plant Gespräche mit den USA über Atomabkommen

+
Der iranische Präsident Hassan Ruhani.

Der Atomdeal mit dem Iran sogte insbesondere bei US-Präsident Donald Trump für Unmut. Nun sind jedoch Gespräche geplant. 

Teheran - Der Iran plant Gespräche mit den USA über das Wiener Atomabkommen von 2015. Das gab Vizeaußenminister Abbas Araghchi am Dienstag bekannt. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif soll am 17. Juli an einem politischen UN-Treffen in New York teilnehmen, wo dann Gespräche über den Atomdeal geplant sind. „Auch mit den Amerikanern, auch bilateral“, sagte Araghchi.

Erste USA-Reise eines iranischen Politikers seit Beginn von Trumps Präsidentschaft

US-Präsident Donald Trump bezeichnet das Atomabkommen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1) als einen schlechten Deal. Für Teheran ist die Übereinkunft jedoch ein internationales und auch von den USA und den UN verifiziertes Abkommen, das Trump nicht einseitig in Frage stellen könne. Die Reise von Sarif nach New York ist die erste eines iranischen Offiziellen in die USA seit dem Beginn von Trumps Präsidentschaft.

Laut Araghchi werden er und sein Atomteam dann am 21. Juli in Wien an einem weiteren Routine-Treffen der 5+1 Gruppe auf Vizeaußenministerebene - das gleichzeitig den zweite Jahrestag des Abkommens markiert - teilnehmen. „Auch dort steht die antagonistische Haltung der USA gegenüber dem Atomabkommen ganz oben auf der Agenda“, sagte Araghchi.

Trotz Abkommen: USA halten noch mehrere Sanktionen aufrecht

Mit dem Wiener Abkommen sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Der Iran unterwirft demnach unter anderem seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Im Gegenzug sollte der Westen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben. Die USA halten jedoch mehrere Sanktionen aufrecht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Anne Will“ am Sonntag: ARD ändert spontan Thema der Sendung - aus brandaktuellem Anlass

Die ARD hat kurzfristig das Thema der heutigen „Anne Will“-Sendung geändert. Grund ist die „Ibiza-Affäre“, die derzeit in Österreich hohe Wellen schlägt.
„Anne Will“ am Sonntag: ARD ändert spontan Thema der Sendung - aus brandaktuellem Anlass

„Merkel bleibt Kanzlerin bis ...“ - Kramp-Karrenbauer nimmt Stellung zu Spekulationen

Merkel-Aussagen nährten zuletzt Spekulationen über einen Wechsel nach Brüssel. Ihre Antwort kam prompt. Auch Nachfolgerin AKK nimmt zu einem möglichen Wechsel Stellung.
„Merkel bleibt Kanzlerin bis ...“ - Kramp-Karrenbauer nimmt Stellung zu Spekulationen

Österreich: Straches Ibiza-Video hat weitere Konsequenzen - Kurz will FPÖ-Minister entlassen

Politisches Erdbeben in Österreich: Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gibt wegen der Ibiza-Affäre beide Ämter auf. Österreichs Bundeskanzler Kurz äußert …
Österreich: Straches Ibiza-Video hat weitere Konsequenzen - Kurz will FPÖ-Minister entlassen

Atomstreit zwischen USA und Iran: Donald Trump droht dem Iran mit Auslöschung

Viele Länder wollen sich an das Atomabkommen mit dem Iran halten, nicht jedoch die USA. Nachdem Trump seine Schiffe rund um den Golfstaat positioniert hat, droht die …
Atomstreit zwischen USA und Iran: Donald Trump droht dem Iran mit Auslöschung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.