„Spionage“ für die USA? 

Iran: Vernichtendes Urteil für drei US-Bürger und einen Libanesen 

+
Allen voran Donald Trump dürfte über die Bestätigung des Urteils äußerst verärgert sein. 

Die iranische Justiz kennt keine Gnade und hat schwere Strafen gegen einen US-Bürger, zwei US-Iraner und einen Libanesen bestätigt. 

Die iranische Justiz hat die Haftstrafen gegen einen US-Bürger, zwei US-Iraner und einen Libanesen bestätigt. Die Urteile gegen die vier wegen "Zusammenarbeit mit ausländischen Regierungen" angeklagten Männer seien im Berufungsverfahren bestätigt worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft in Teheran am Sonntag. Alle vier waren zu je zehn Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem US-Bürger handelt es sich um den in Peking geborenen US-Bürger Xiyue Wang, dessen Verurteilung Mitte Juli bekannt gegeben worden war. Ihm wurde "Unterwanderung" vorgeworfen, konkrete Details wurden nicht bekannt. 

Die Angeklagten waren schon im Oktober 2016 verurteilt worden

Die beiden US-Iraner und der Libanese waren im Oktober 2016 wegen "Spionage" für die USA zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die US-Regierung hatte schon mehrfach die Freilassung der Verurteilten gefordert. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump haben sich die Beziehungen beider Länder deutlich verschlechtert. Trump hatte während des Wahlkampfs regelmäßig eine Aufkündigung des Atomabkommens mit Teheran angekündigt, in dessen Rahmen ein Teil der internationalen Sanktionen gegen das Land aufgehoben wurde. 

Vorerst ist das Abkommen jedoch weiter in Kraft. Im Januar hatte die Staatsanwaltschaft in Teheran mitgeteilt, 70 "Spione" seien in den Haftanstalten der Hauptstadt inhaftiert. Nur von einigen davon sind die Identitäten bekannt. Beobachtern zufolge handelt es sich bei den meisten der Inhaftierten vermutlich um Iraner, die zudem einen US-Pass oder die Staatsangehörigkeit eines europäischen Landes besitzen.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Merkel warnt CDU vor Ende als Volkspartei

Union und SPD im rapiden Sinkflug: Eine Woche vor der zur Schicksalsfrage erklärten Wahl in Hessen schmeißen sich die Parteichefinnen in die Bresche - es geht auch um …
Merkel warnt CDU vor Ende als Volkspartei

Diesel-Fahrverbote: Merkel will Gesetze ändern und Hürden erhöhen

Der Diesel-Streit hält die Bundesregierung weiter in Atem. In mehreren Städten könnten Fahrverbote für Diesel ausgesprochen werden. Alle Infos im News-Ticker.
Diesel-Fahrverbote: Merkel will Gesetze ändern und Hürden erhöhen

Saudi-Arabien nach Erklärung zu Tod Khashoggis unter Druck

Mehr als zwei Wochen lang hat Saudi-Arabien dementiert, nun gibt die Regierung dem internationalen Druck nach: Der kritische Journalist Jamal Khashoggi sei im Konsulat …
Saudi-Arabien nach Erklärung zu Tod Khashoggis unter Druck

Getöteter Journalist: Khashoggi laut Saudis versehentlich erwürgt - Merkel spricht über Rüstungsexporte

Der Journalist Jamal Khashoggi wurde getötet. Der Druck auf Saudi-Arabien wächst. Die Türkei verhört weitere Zeugen. Der News-Ticker.
Getöteter Journalist: Khashoggi laut Saudis versehentlich erwürgt - Merkel spricht über Rüstungsexporte

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.