Regionalmächte

Irans Präsident sendet Versöhnungssignale an Saudi-Arabien

+
In Syrien, wo die beiden islamischen Regionalmächte Differenzen haben, könnten sie laut Ruhani gemeinsam an einem Friedensplan arbeiten. Foto: Ebrahim Noroozi

Teheran (dpa) – Irans Präsident Hassan Ruhani will die Differenzen mit Saudi-Arabien ausräumen und sendet Versöhnungssignale Richtung Riad. "Auch mit den Saudis wollen wir die Beziehungen verbessern", sagte der Kleriker auf einer Pressekonferenz.

Die Wiederaufnahme iranischer Pilgerfahrten nach Mekka könne laut Ruhani ein erster Schritt sein. Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. So kämpfen die Regionalmächte unter anderem in den Bürgerkriegsländern Syrien und Jemen um Einfluss. 

Saudi-Arabien hatte die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem aufgebrachte Demonstranten letztes Jahr die saudische Botschaft in Teheran gestürmt und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt hatten. Auslöser für die Proteste im Iran war die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr im sunnitischen Saudi-Arabien.

"Wir haben die Ereignisse an der Botschaft sofort verurteilt und die Schuldigen umgehend verhaftet", sagte Ruhani. Teheran sei bereit, die Kosten der Schäden in der Botschaft zu übernehmen.

Auch in Syrien, wo die beiden islamischen Regionalmächte Differenzen haben, könnten laut Ruhani beide gemeinsam an einem Friedensplan arbeiten. "Nur sollten die Saudis uns nicht zum Sündenbock machen, nur weil ihre politischen Kalkulationen in Syrien und Jemen nicht aufgegangen sind", sagte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Royaler Stinkefinger: Mit geheimen Botschaften setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

Noch immer sorgt das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin beim Gipfel in Helsinki für Schlagzeilen. Wir berichten weiter über die Nachwehen des Gipfels im …
Royaler Stinkefinger: Mit geheimen Botschaften setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache

Spanische Flüchtlingsretter haben vor der libyschen Küste eine tote Frau und ein totes Kleinkind in einem kaputten Schlauchboot gefunden.
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache

Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

Die Queen ist zu politischer Neutralität verpflichtet. Dennoch findet sie immer wieder Mittel und Wege um ihre Meinung kundzutun. So auch bei ihrem Treffen mit Donald …
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Der Innenminister sieht sich als Opfer einer Kampagne. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.