“Für Frieden statt Extremismus einsetzen“

Netanjahu kontert Erklärung islamischer Staaten zu Jerusalem

+
Bleibt trotz der heftigen Reaktionen gelassen: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu fordert die Palästinenser auf, "die Realität anzuerkennen“.

Die islamischen Staaten haben gemeinsam dazu aufgerufen, Jerusalem weiterhin zwischen Israel und Palästina aufzuteilen. Die Reaktion von Benjamin Netanjahu lässt nicht lange auf sich warten.

Jerusalem - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich unbeeindruckt vom Aufruf islamischer Staaten gezeigt, Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas anzuerkennen. "Wir sind von all diesen Erklärungen nicht beeindruckt", sagte Netanjahu am Mittwoch. Vielmehr sollten die Palästinenser "die Realität anerkennen und sich für den Frieden und nicht den Extremismus einsetzen". Der Sprecher des israelischen Außenministeriums verurteilte den Aufruf der islamischen Länder als "provokativ".

Die Staaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hatten zuvor bei einem Sondergipfel in Istanbul dazu aufgerufen, Ost-Jerusalem als "Hauptstadt des Staates Palästina" anzuerkennen. Sie reagierten damit auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump.

Lesen Sie auch: Erdogan wegen Jerusalem-Streit auf Konfliktkurs mit Trump

Die 57 OIC-Staaten verurteilten Trumps Entscheidung als "einseitig, illegal und unverantwortlich". Die USA hätten damit ihre Rolle als Vermittler im Friedensprozess verloren. Praktisch alle OIC-Staaten erkennen schon jetzt die palästinensischen Gebiete als eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt an.

Lesen Sie auch: Putin fordert direkte Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mutmaßlicher Straßburg-Attentäter in Hauseingang erschossen - Bürger feiern Polizisten - IS reagiert

In Straßburg tötete der mutmaßliche Terrorrist Cherif Chekatt am Dienstagabend mehrere Menschen. Am Donnerstagabend wurde er von der Polizei „neutralisiert“. Der IS hat …
Mutmaßlicher Straßburg-Attentäter in Hauseingang erschossen - Bürger feiern Polizisten - IS reagiert

Grünes Licht für dritte Geschlechtsoption "divers"

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat die Einführung einer dritten Geschlechtsoption beschlossen. Neben "männlich" und "weiblich" ist im Geburtenregister künftig auch die …
Grünes Licht für dritte Geschlechtsoption "divers"

Mehrfach unterbrochen: May erboste Merkel auf Brexit-EU-Gipfel

Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien: Theresa May überstand das Misstrauensvotum, sorgte aber für Unmut auf dem EU-Gipfel - auch bei Merkel. Der …
Mehrfach unterbrochen: May erboste Merkel auf Brexit-EU-Gipfel

Digitalpakt: Länder sperren sich gegen Grundgesetzänderung

Die Länder sperren sich gegen eine Grundgesetzänderung unter anderem für die Schuldigitalisierung. Ein Milliardenprogramm liegt vorerst auf Eis. Rund zehn …
Digitalpakt: Länder sperren sich gegen Grundgesetzänderung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.