„Find Something New“

„Lächerlich“: Ivanka Trump macht sich zum Gespött - und wehrt sich anschließend

Wegen des Coronavirus ist in den USA die Arbeitslosigkeit gestiegen. Mit ihrer neuen Kampagne, die sich an Betroffene richtet, erntete Ivanka Trump nun Kritik.

  • Die Coronakrise hat aufgrund der infektionsschutz-bedingten Schließungen eine Wirtschaftskrise ausgelöst.
  • In den USA und anderen Ländern ist die Arbeitslosigkeit enorm gestiegen.
  • Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, hat sich nun mit einer Werbekampagne an Betroffene gewandt und dadurch zum Gespött gemacht.

Aufgrund des Coronavirus ist die Zahl der Arbeitslosen in den USA enorm gestiegen. 20,5 Millionen Menschen haben im April ihren Arbeitsplatz verloren, das meldet das US-Büro für Arbeitsstatistik - der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenerhebung. Die Arbeitslosenquote stieg um mehr als zehn Prozent auf 14,7 Prozent (4,4 Prozent im März). Zwar durften im Mai mit den Lockerungen einige Millionen Beschäftigte wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, doch im Vergleich zum Februar gibt es noch immer etwa 15 Millionen weniger Jobs. Jede Woche kommen eine Million Menschen hinzu, die zum ersten Mal Arbeitslosenhilfe beantragen.

Ivanka Trump macht sich mit neuer Kampagne für Arbeitslose zum Gespött

Nun hat Ivanka Trump*, die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump*, eine neue Werbekampagne gestartet, die sich an die Betroffenen richtet. Auftakt der Kampagne war laut CNN ein Roundtable-Event im Weißen Haus, zu dem Ivanka Trump verschiedene Persönlichkeit aus der Wirtschaft eingeladen hatte - beispielsweise Apple-CEO Tim Cook. Auch ein 30-sekündiger Werbespot gehört zu der Kampagne, in dem einige Menschen über ihren Lebenslauf sprechen.

Die Institution hinter der „Find Something New“-Werbekampagne ist das American Workforce Policy Advisory Board, das Trump 2018 ins Leben gerufen hatte. Unterstützt wird es von diversen Sponsoren wie AdCouncil. Auf der Website finden sich Informationen zu möglichen Job-Alternativen und Qualifikations-Checks, um Arbeitslosen dabei zu helfen, „ihren Weg“ zu finden.

„Aufgrund der Corona-Pandemie* müssen Menschen in einigen Fällen völlig neue Skills lernen“, sagte Trump während des Launchs. „Aber es ist auch eine Möglichkeit, eine neue Laufbahn einzuschlagen. Wir wollen den Weg zurück ins Arbeitsleben so leicht wie möglich machen.“

Coronavirus: Deshalb erntet Ivanka Trump für ihre Werbekampgne Spott

Unter anderem auf Twitter erntete die Tochter des US-Präsidenten für die Werbekampagne viel Spott. Den Arbeitslosen zu sagen, sie sollen während einer Pandemie und Wirtschaftskrise* einfach „etwas Neues finden“ sei lächerlich. Andere merkten an, Ivanka solle bitte „etwas Neues finden“, wenn ihr Vater den Präsidentenposten* nach der Wahl im November räumen muss.

Ivanka Trump verteidigte sich via Twitter gegen einen Kritiker und schrieb, er solle sich die Website http://FindSomethingNew.org doch einmal ansehen. „Es geht um die Idee, dass die traditionellen zwei oder vier Jahre Studium die einzige Möglichkeit sind, um Skills für sichere Jobs zu erreichen. Diese Arbeit war nie dringender“, schreibt sie. Weiteres über die Entwicklungen der Corona-Pandemie in den USA lesen sie in unserem News-Ticker*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © AFP / MANDEL NGAN

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