Sie praktiziert das Wechselmodell

Ihr Leben nach der Scheidung: Justizministerin Barley gibt private Einblicke

Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, tanzt mit Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, auf dem Ball des Sports
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Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, tanzt mit Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, auf dem Ball des Sports

Justizministerin Katarina Barley, die Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl 2019, hat Einblicke in ihr Privatleben gewährt.

Update vom 10. Februar 2019: Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat jetzt im „Spiegel“ Einblicke in ihr Privatleben gegeben. Die Politikerin hatte sich scheiden lassen, als ihre Söhne neun und zwei Jahre alt waren und sich für das sogenannte Wechselmodell entschieden. Bedeutet: Die Kinder verbringen etwa gleich viel Zeit bei der Mutter und beim Vater, haben bei beiden ein Zimmer. „Mir war klar, dass die Kinder ihren Vater weiterhin brauchen“, so Barley in dem Magazin. „Er kann ihnen schließlich etwas geben, das ich ihnen nie geben kann: die Väterperspektive. Nach der Scheidung haben wir in zwei Wohnungen gelebt, etwa zehn Fahrminuten voneinander entfernt. Die Kinder wechselten wöchentlich“, so Barley. 

Europawahl 2019: SPD wählt Barley mit überwältigender Mehrheit zur Spitzenkandidatin

Die News vom 8. Februar 2018: Die SPD hat Justizministerin Katarina Barley mit einer Zustimmung von 99 Prozent zu nationalen Spitzenkandidatin für die Europawahl am 26. Mai bestimmt. Von 194 gültigen Stimmen votierten 192 Mitglieder bei einer Delegiertenkonferenz am Sonntag in Berlin für Barley. Sie will nach der Europawahl nach Brüssel wechseln. Für die Regierungskoalition bedeutet das, dass ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für das Amt des Justizministers gefunden werden muss.

Barley hat ihre Partei angesichts des Erstarkens nationalistischer Bewegungen in Europa zu einem energischen Wahlkampf aufgerufen, das europäische Einigungsprojekt stehe am Scheideweg.

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Auf Platz zwei der Liste wurde der Fraktionschef der europäischen Sozialdemokraten im Europaparlament, Udo Bullmann, mit 97,4 Prozent gewählt. Bei der letzten Europawahl 2014 landete die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz bei 27,3 Prozent - in Umfragen liegt die SPD bundesweit derzeit nur noch bei knapp 15 Prozent.

Der europäische Spitzenkandidat der sozialdemokratischen Parteien ist der Vizepräsident der EU-Kommission, der Niederländer Frans Timmermans. Der 57-Jährige wird im Wahlkampf der große Rivale des konservativen Kandidaten Manfred Weber (CSU). Beide wollen Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden und konkurrieren damit um einen der mächtigsten Posten in Brüssel. Barley könnte als nationale Spitzenkandidatin womöglich eine führende Rolle im Europaparlament in der sozialdemokratischen Fraktion übernehmen.

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Nachdem die bisherige Justizministerin Katarina Barley als Abgeordnete in das EU-Parlament einzieht, steht jetzt wohl fest, wer ihre Nachfolge antritt. Christine Lambrecht, Staatssekretärin im Finanzministerium, soll den Posten übernehmen.

dpa

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