Mega-Deal zwischen Doha und Paris

Kampfflugzeuge von Frankreich an Katar: Ein Deal, hinter dem mehr steckt

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Bei einem Besuch von Präsident Emmanuel Macron in Doha unterzeichneten beide Länder einen Vertrag mit enormen Volumen.

Beim Besuch von Frankreichs Präsident Macron in Katar haben die Länder einen Mega-Deal eingefädelt. Die Franzosen profitieren finanziell, die Kataris gleich in doppelter Hinsicht.

Frankreich verkauft Kampfflugzeuge an Katar: Bei einem Besuch von Präsident Emmanuel Macron in Doha unterzeichneten beide Länder am Donnerstag einen Vertrag zur Lieferung von mindestens zwölf Rafale-Maschinen im Wert von 1,1 Milliarden Euro. Bereits 2015 hatte Katar von Frankreich 24 Kampfflugzeuge gekauft. 

Die Verträge, die im Beisein von Macron und dem katarischen Emir Tamim bin Hamad al-Thani unterzeichnet wurden, haben ein Volumen von insgesamt gut zehn Milliarden Euro. Dazu gehört auch die Lieferung von 50 A321-Flugzeugen des deutsch-französischen Airbus-Konzerns. Zudem unterzeichnete Katar eine Absichtserklärung zum Kauf von 490 gepanzerten Fahrzeugen mit dem französischen Rüstungsunternehmen Nexter. Diese haben nach Angaben des Elysée-Palastes einen Listenpreis von 1,5 Milliarden Euro. 

Seit längerem Spannungen zwischen Katar und Saudi-Arabien

Die Verträge sehen des Weiteren vor, dass Frankreich die geplante Metro von Doha betreiben kann. Macron und al-Thani verständigten sich demnach auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit "im Kampf gegen den Terrorismus, die Finanzierung des Terrorismus und die Radikalisierung" von Islamisten. 

Bereits 2015 hatte Katar von Frankreich 24 Kampfflugzeuge vom Typ Dassault Rafale gekauft. 

Mit dem Besuch in Katar will Macron verdeutlichen, dass Katar international nicht isoliert ist. Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu dem Emirat abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade verhängt. Sie werfen Doha eine Unterstützung von Terrorgruppen und eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Katar weist die Vorwürfe zurück.

AFP

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