"Das reizt sie wirklich sehr"

Gerüchte: Tritt Kanzlerin Merkel 2015 zurück?

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Plant Kanzlerin Angela Merkel für 2015 ihren Rücktritt? Regierungssprecher Seibert widerspricht den Gerüchten

Berlin - In seinem Buch "Angela Merkel - Die Zauder-Künstlerin" befeuert Autor Nikolaus Blome die Debatte um einen vorzeitigen Rücktritt der Kanzlerin. Dafür gäbe es mehrere Anzeichen. Sie selbst widerspricht.

Update vom 11. Januar 2016: Die Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird auch außerhalb Europas immer lauter: Nach den Sex-Attacken von Köln fordert ein Kolumnist der "New York Times" den Rücktritt der Kanzlerin. Sie habe in der Flüchtlings-Krise komplett versagt.

Derzeit setzt Angela Merkel alles daran, von den Deutschen im Herbst für eine weitere Legislaturperiode zur Kanzlerin gewählt zu werden. Insgeheim soll sie sich jedoch angeblich bereits auf ihren Rücktritt vorbereiten. Das behauptet zumindest der Hauptstadtbüro-Leiter der "Bild"-Zeitung, Nikolaus Blome. Die Gerüchte, die er mit verschiedenen Hinweisen zu untermauern versucht, entstammen seinem am Montag erschienen Buch "Angela Merkel. Die Zauder-Künstlerin".

Darin beruft er sich unter anderem auf vertrauliche Runden, in denen Merkel immer wieder offen darüber gesprochen haben soll, dass die "maximale Stehzeit" eines Kanzlers oder einer Kanzlerin zehn Jahre sei. Für Merkel wäre diese magische Grenze 2015 erreicht.

"So oder so ähnlich wird es kommen"

Aus ihrer engen Umgebung, so der Autor, heißt es außerdem, dass es Kanzlerin Angela Merkel schon sehr reizen würde, als erster deutscher Nachkriegs-Regierungschef nicht abgewählt oder von der eigenen Partei abgeschoben zu werden. Mit einem Rücktritt wolle sie dem unbedingt zuvorkommen.

Spitzenpolitiker und Weggefährten würden der These um den angeblichen Rücktritt 2015 - also quasi zur Halbzeit der kommenden Legislaturperiode - zudem zustimmen. "So oder so ähnlich wird es kommen", zitiert Blome einen Insider, der - wie so viele in dem Buch - seinen Namen nicht nennen möchte.

Offiziell will Kanzlerin Merkel von diesen Gerüchten nichts wissen. Über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert ließ sie am Montag ausrichten: "Die Bundeskanzlerin tritt bei der Bundestagswahl selbstverständlich für eine volle Amtszeit an."

mm/dpa

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