Kanzlerin betont Einigungswillen

Merkel vor neuer Jamaika-Runde: „Ich will das“

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Alle Akten dabei: Angela Merkel (l.) mit Volker Kauder zu Beginn der Sitzung des CDU-Bundesvorstands

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Start in die konkrete Sondierungsphase der Jamaika-Verhandlungen ihren Einigungswillen mit FDP und Grünen betont.

Berlin - Sie gehe in die Verhandlungen mit dem Vorsatz, dass es gelingen könne, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmern in einer Sitzung der Unionsfraktion zum Stand der Jamaika-Gespräche. Sie wurde mit den Worten zitiert: „Ich will das.“ Sie könne zwar nicht sagen, ob die Verhandlungen am Ende gelingen könnten. Man müsse aber den Anspruch haben, die Gespräche zum Erfolg zu führen, sonst könne man es gleich sein lassen.

Am Abend wollte die CDU-Chefin zusammen mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer, mit dem Grünen-Spitzenduo Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir sowie FDP-Chef Christian Lindner und dessen Vize Wolfgang Kubicki zusammenkommen. Die Runde hatte zum Ziel, eine Basis für die heiße Phase der Beratungen schaffen, in die man am Dienstag bei den Fachthemen einsteigen will.

Bis auf ein oder zwei Punkte völlige Einigkeit mit der CSU

Merkel betonte nach Teilnehmerangaben vor den Abgeordneten, die Frage, wo die Verhandlungen tatsächlich stünden, hänge nicht von der Zahl der Interviews oder der einen oder anderen Drohung ab. Erneut plädierte sie dafür, den Wählerwillen zu akzeptieren. Die Union habe den Auftrag zur Regierungsbildung und müsse damit sorgsam umgehen. Die CDU-Chefin versicherte, mit der CSU bestehe bis auf ein oder zwei Punkte völlige Einigkeit. So werde die Union etwa beim Thema Zuwanderung zusammenbleiben und um jeden einzelnen Punkt der unionsinternen Einigung in diesem Bereich kämpfen.

Lesen Sie auch: Merkel warnt vor Spekulationen um Neuwahl

dpa

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