Bundestagswahl im September

Kauder betont „gravierende Unterschiede“ zwischen Union und SPD

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Unionfraktionschef Volker Kauder.

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat „gravierende Unterschiede“ zwischen den Steuerplänen von CDU/CSU und SPD betont.

Berlin - „Wir werden die Menschen steuerlich entlasten, die SPD verteilt um“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Sie gibt einigen etwas, und sie nimmt einigen etwas. Das ist kein klassisches Steuerentlastungsprogramm, sondern ein Umverteilungsprogramm.“

CDU und CSU wollen ihr Wahlprogramm an diesem Montag in einer gemeinsamen Vorstandssitzung in Berlin beschließen. Die Union will ebenso wie die SPD untere und mittlere Einkommen entlasten, sieht aber anders als die Sozialdemokraten keine Notwendigkeit, Reiche stärker zu belasten.

Schließlich würden Bürger, die besonders gut verdienten, schon heute besonders stark zur Kasse gebeten, betonte Kauder. „Die oberen 15 Prozent zahlen 80 Prozent der Steuern.“ Der Union komme es vor allem darauf an, im unteren und mittleren Bereich die Steuern zu senken.

Kauder bestätigte, dass die Union darauf verzichtet, in ihrem Wahlprogramm auf die Öffnung der Ehe für Homosexuelle einzugehen. Dazu gebe es keine Notwendigkeit. „Der Bundestag hat das entschieden. In einem unglaublichen Verfahren, das die SPD angestrengt hat“, sagte er. „Und im übrigen hat das Ganze gezeigt, dass die SPD durchaus bereit ist, Rot-Rot-Grün zu machen, wenn es ihr in den Kram passt.“

dpa

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