Insel seit mehr als 40 Jahren geteilt 

Kein Durchbruch bei Zypern-Verhandlungen in Sicht

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Keine Ergebnisse: Die Zypern-Verhandlungen müssen fortgesetzt werden. 

Genf/Nikosia - Bei den Zypern-Verhandlungen in Genf hakt es an vielen Punkten. Die UN geben die Hoffnung nicht auf, die seit mehr als 40 Jahren andauernde Teilung der Insel überwinden zu können.

Bei den Zypern-Verhandlungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN) in Genf ist kein Durchbruch in Sicht. Die Führungen der griechischen und türkischen Zyprer sprachen am Dienstag weiter über die Überwindung der seit mehr als 40 Jahren andauernden Teilung der Mittelmeerinsel. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen standen EU-Themen sowie die Kosten einer Wiedervereinigung und wichtige Regierungsthemen auf der Tagesordnung.

„Wir sind genau soweit von einer Lösung wie auch von einer Nicht-Lösung. Es werden schwierige Themen erörtert“, sagte der zyprische Regierungssprecher, Nikos Christodoulides. Die dreitägigen Gespräche hatten am Montag begonnen.

Ein Streitpunkt: Der Verbleib von türkischen Truppen auf der Insel 

Nach übereinstimmenden Informationen der griechischen und der türkischen Presse gibt es keine Einigung zum Thema Präsident des angestrebten föderativen Zypern. Zudem bleibt der Verbleib von türkischen Truppen auf der Insel ein Streitpunkt. Die griechischen Zyprer wollen keine Garantiemächte mehr haben. Alle Truppen sollen abgezogen werden. Die türkischen Zyprer bestehen darauf, dass die Türkei als Garantiemacht bliebt und auch weiterhin Truppen auf der Insel unterhält. Ein Durchbruch sei im Moment „nicht in Sicht“, sagte ein zyprischer Diplomat der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagmorgen.

Fünf-Parteien-Konferenz geplant 

Die Vertreter der griechischen und türkischen Volksgruppe, Nikos Anastasiades und Mustafa Akinci, sprachen auch über ein anderes von entscheidender Bedeutung Thema: Es geht um die territoriale Frage. Beide Seiten sollen den Vereinten Nationen am Mittwoch Karten mit den Grenzen der beiden Bundesstaaten vorlegen, des türkisch-zyprischen Nordstaates und des griechisch-zyprischen Südstaates.  

Tsipras spricht mit Merkel und Hollande über die Zypernfrage

Angesichts der entscheidenden Fünf-Parteien-Konferenz über die Zypernfrage am kommenden Donnerstag in Genf hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Dienstagabend mit Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande telefoniert.

Wie das Büro des griechischen Regierungschefs weiter mitteilte, wurde die wichtige Rolle hervorgehoben, die die EU bei den Bemühungen zur Überwindung der Teilung Zyperns spielen könnte. Eine nachhaltige Lösung werde wichtig sowohl für Europa als auch für die Beziehungen der EU mit der Türkei sein, hieß es.  

Am Donnerstag kommt in Genf unter UN-Schirmherrschaft eine Konferenz zusammen, an der neben den griechischen und türkischen Zyprern auch die Garantiemächte der Mittelmeerinsel - Griechenland, die Türkei und die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien - teilnehmen werden. 

Angestrebt wird ein föderaler Staat aus zwei politisch gleichberechtigten Bundesstaaten - einem türkisch-zyprischen im Norden und einem griechisch-zyprischen im Süden der seit 1974 geteilten Insel.

dpa

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